Venture Capital International
Das Angebot – alles auf einer CD-ROM
Auf der von mir
angebotenen CD-ROM sind alle nationalen, Internationalen Beteiligungsgesellschaften bzw.
Venture-Capital-Gesellschaften aufgeführt.
Weiterhin ein komplettes Recherche – und Anwendungsprogramm,
das nach Grundbegriffen angeordnet ist, so daß Sie problemlos nach der Höhe des Kapitalbedarfes und je nach
Branchenuntergliederung alle Ihre Suchbegriffe eingeben können, um die passende Beteiligungsgesellschaft zu
finden.
Falls Sie tatsächlich keine Gesellschaft finden
sollten, die sich an Ihrem Unternehmen beteiligen möchte, wenden Sie sich bitte vertrauensvoll an uns.
Im nachfolgenden möchten wir Ihnen anhand von Recherchen der
Zeitschrift "Wirtschaftswoche" Nr. 7 vom 11.2.2005 einen Auszug über bereits getätigte Investitionen geben,
die von den ,Venture-Capital-Gesellschaften durchgeführt wurden, die auf dieser CD_ROM vorhanden
sind.
Bestellen für € 60,00
Ein Info- und Rechercheprogramm für Unternehmer und Berater –
die optimale Finanzierungshilfe für den Mittelstand mit allen Beteiligungsgesellschaften weltweit im
Überblick auf CD-ROM !
Inhalt:
VENTURE
CAPITAL
Die Beschäftigung mit der Frage der Eigenkapitalausstattung
stellt für jeden Unternehmer einen wichtigen Entscheidungsbereich dar. So unterschiedlich auch die
Auffassungen im Einzelfall und je nach Branche über die angemessene Höhe des erforderlichen Eigenkapitals
sein können, so unbestritten ist die grundsätzliche Bedeutung des Eigenkapitals für die Dynamik und das
Wachstum von Unternehmen. Nicht zuletzt sollte auch die Relevanz der Eigenkapitalbasis als Puffer in
schwierigen Phasen gesehen werden.
Abgesehen vom Gang an die Börse, was für Unternehmernehmen aber
häufig nur ein Fernziel sein kann, ist die Eigenkapitalbeschaffung über Beteiligungsgesellschaften der
naheliegende und oft einzige Weg, sofern nicht beabsichtigt ist, das Unternehmen durch Aufnahme
industrieller Partner ganz oder mehrheitlich abzugeben, Der vorliegende Leitfaden soll Vorstellungen über
Beteiligungskapital (bzw. Venture Capital) vermitteln und Hinweise geben ' die es erleichtern, Kontakt mit
Kapitalbeteiligungs‑ bzw, Venture-Capital-Gesellschaften aufzunehmen. Der Leitfaden will Fragen
beantworten, die sich Unternehmen zu diesem Thema immer wieder stellen.
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Was ist
Beteiligungskapital?
Der deutsche Begriff "Beteiligungskapital" hat sich aus dem
Begriff "Venture Capital“ der aus dem angelsächsischen Sprachraum stammt, entwickelt und bezeichnet die
langfristige Eigen kapitalbeteiligung an Unternehmen durch spezialisierte Beteiligungs gesellschaften,
verbunden mit der Beratung und Unterstützung der Unternehmen über die reine Finanzierung hinaus.
Im Rahmen einer engeren Begriffsauslegung wird
Venture Capital vielfach mit reiner Gründungs‑ oder Hightech-Finanzierung gleichgesetzt. Dies ist insofern
nicht richtig, als Venture Capital klassischerweise die Finanzierung der gesamten Bandbreite, angefangen
von Existenzgründungen bis hin zur Begleitung etablierter Unternehmen, und somit das gesamte Spektrum
unternehmerischer Finanzierungsanlässe abdeckt.
Keinesfalls beschränkt sich Venture Capital
nur auf High-Tech‑Vorhaben. Im folgenden wird von Beteiligungskapital als dem Oberbegriff des
angelsächsischen "Venture Capital“ gesprochen.
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Was ist
Beteiligungskapital nicht...!
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Beteiligungskapital ist nicht mit Kreditmitteln zu verwechseln!
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Beteiligungskapital ist Eigenkapital. |
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Beteiligungskapital ist kein Spekulationsvorhaben! |
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Beteiligungskapital ist in der Regel nicht der Notanker in
Krisensituationen! |
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Beteiligungskapital sollte nicht als "Allheilmittel"
missverstanden werden! |
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Welche
Vorhaben unterstützen Beteiligungsgesellschaften?
Beteiligungsgesellschaften stellen
Eigenkapital für das gesamte Spektrum unternehmerischer Finanzierungs erfordernisse zur
Verfügung, wie z.B. für
die Ausreifung und Umsetzung
einer innovativen Idee in verwertbare Resultate (bis hin zum Prototyp), auf deren
Basis ein Geschäftskonzept erstellt wird (Seed-Finanzierung),
die Gründungsphase, d.h., das
betreffende Unternehmen befindet sich im Aufbau oder ist erst seit kurzem im
Geschäft und hat seine Produkte noch nicht oder nicht in größerem Umfang verEuroet
(Start-up-Finanzierung),
die Erweiterung von
Produktions kapazitäten, die Produkt‑ Diversifikation oder Erschließung neuer
Märkte (Expansionsfinanzierung), die Finanzierung von
Turn-around-Situationen, die Finanzierung von Unternehmensübernahmen, die
Vorbereitung des Börsengangs, vor allem mit dem Ziel der Verbesserung der
Eigenkapitalquote (Bridge-Finanzierung), die Durchführung von
Management-Buyout/Management-Buyin, d.h. einer Unternehmensübernahme durch das
vorhandene (MBO) oder ein externes Management (MBI), z.B. im Zuge von
Nachfolgeregelungen in mittelständischen Unternehmen.
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Welche
Beteiligungsformen gibt es?
Der klassische Weg ist der Eintritt einer
Beteiligungsgesellschaft als Mitgesell schafter durch Übernahme von Kommandit-, GmbH‑Anteilen oder Aktien
nichtbörsennotierter Gesellschaften. Dies kann durch die Beteiligung an Gründungsfinanzierungen bzw. bei
bestehenden Unternehmen durch Kauf von Gesellschafteranteilen oder Eintritt im Rahmen einer Kapitalerhöhung
erfolgen. Einzelheiten der Zusammenarbeit werden im Gesellschaftsvertrag geregelt, sofern es sich um ein
bestehendes Unternehmen handelt, erfolgt die Unternehmens Wertermittlung in der Regel durch das in Theorie
und Praxis anerkannte Ertragswertverfahren, d.h. in Abhängigkeit von der nachhaltigen Ertragskraft des
Unternehmens.
Häufig ist im deutschen Euro auch die Kapitalzufuhr in Form
von stillen Einlagen oder ähnlichen Instrumenten anzutreffen. Die für den festumrissenen Zeitraum zur
Verfügung gestellten Mittel der Beteiligungsgesellschaft erlangen durch Rangrücktrift
Eigenkapitalcharakter.
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Wie gestaltet sich die
Zusammenarbeit mit einer Beteiligungskapital?
Unternehmer machen sich oft Sorgen über den Verlust
von Entscheidungsfreiheit und/ oder Kontrolle im eigenen Unternehmen durch den Eintritt einer
Beteiligungsgesellschaft.
Die überwiegende Mehrheit der
Beteiligungsgesellschaften strebt in der Regel nur Minderheitsbeteiligungen an, was typisch ist
für Finanzinvestoren, die keinen unternehmerischen Einfluß suchen. Somit bleibt der
Handlungsspielraum des "aktiven" Unternehmers gewahrt. Selbstverständlich erwartet eine
Beteiligungsgesellschaft wie es in einer guten Partnerschaft üblich ist ‑ eine turnusmäßige
Berichterstattung zur Entwicklung des Unternehmens. Art und Umfang der Zusammenarbeit (Informations‑/
Mitwirkungsrechte) werden zwischen den "Alt‑Gesellschaftern" und der hinzutretenden
Beteiligungs gesellschaft besprochen und festgelegt. Besteht ein Gremium (Beirat bzw.
Aufsichtsrat), arbeiten Vertreter der Beteiligungsgesellschaft hierin regelmäßig mit.
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Was bedeutet Managementunterstützung
Wie bereits dargestellt, wollen
Beteiligungsgesellschaften über geschäftliche Entwicklungen aktuell informiert sein
und wollen im Prinzip auch in Entscheidungen von grundlegender Bedeutung eingebunden
werden. Im Rahmen dieser Integration können Beteiligungsgesellschaften wertvolle
Beratungs‑ und Unterstützungsleistungen bieten. Jeder Unternehmer muß entscheiden, in
welchem Umfang er hiervon Gebrauch machen möchte. Das Spektrum der Unterstützung kann
grundsätzlich die gesamte Bandbreite unternehmerischer Tätigkeit umfassen, z.B. die
Bereiche Strategie, Planung, Finanzierung, Personal, ggf. auch Produktentwicklung,
Euroeting und Vertrieb.
Hierbei steht zum einen das
Know‑how der Mitarbeiter "der" Beteiligungs gesellschaft zur Verfügung, zum anderen
verfügen Beteiligungsgesellschaften vielfach über ein Netzwerk von Kontakten, z.B.
zu Unternehmensberatern, Rechtsanwälten, Steuerberatern, Wirtschaftsprüfern,
Unternehmern, Branchenexperten etc.
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Beteiligungskapital
eine Partnerschaft auf Zeit?
Die Partnerschaft
mit einer Beteiligungsgesellschaft ist vom Grundsatz her auf einen
gewissen Zeithorizont ausgelegt und stellt auf die Begleitung bestimmter
Entwicklungszyklen eines Unternehmens ab.
Es ist daher vom
Grundsatz her empfehlenswert, bereits im Vorfeld Überlegungen zu einem
möglichen späteren Ausscheiden der Beteiligungs gesellschaft
anzustellen. Einmal gibt es die Möglichkeit für die Mitgesellschafter,
die von der Beteiligungsgesellschaft gehaltenen Anteile teilweise oder
ganz zu erwerben. Dies setzt eine erfolgreiche geschäftliche
Unternehmensentwicklung voraus, damit entsprechende Mittel zum
Beteiligungserwerb zur Verfügung stehen. Im Einzelfall kann es auch ‑
dies natürlich nur im Einvernehmen mit dem Unternehmer ‑ zur Abgabe von
Anteilen an einen industriellen Investor bzw. ein Branchenunternehmen
(ggf. zur Erschließung möglicher Synergien) kommen. Die aus Sicht aller
Beteiligten sicherlich nächstliegende Variante stellt die
Börseneinführung des Unternehmens (das sog. Going public) dar.
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Wie finden Sie die für Sie richtige
Beteiligungsgesellschaft?
Am internationalen BeteiligungsEuro sind etwa 27.300
Venture-Capital- bzw. Kapitalbeteiligungsgesellschaften offiziell aktiv.
Sie unterscheiden sich vor allem im Hinblick auf ihre
geschäftspolitische Ausrichtung, die bevorzugten Investmentschwerpunkte nach Finanzierungsphasen und
Branchen sowie ggf. vorhandenen geographischen Präferenzen bei der Auswahl von Beteiligungsunternehmen.
Auch haben die Gesellschaften unterschiedliche betragsmäßige Ober‑ oder Untergrenzen für Beteiligungen
festgelegt.
Eine erste Vorauswahl von Beteiligungsgesellschaften, die für Ihr
Unternehmen möglicherweise in Frage kommen, können Sie anhand der in meiner CD‑ROM dargestellten Profile
der Gesellschaften treffen.
Scheuen Sie sich nicht unverbindlich Kontakt ‑ zu diesen
Gesellschaften aufzunehmen und erste Informationen zu Ihrem Anliegen einzuholen, oder Sie lassen uns
Belange für Sie regeln.
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Was ist bei einer Kontaktaufnahme zu beachten
Nach der Auswahl von Beteiligungsgesellschaften ist die
Kontaktaufnahme der zweite Schritt. Sie kann entweder telefonisch oder schriftlich erfolgen. dient dazu Ihr
Unternehmen bzw. Finanzierungsvorhaben kurz und prägnant vorzustellen und zu klären, ob seitens der
Beteiligungsgesellschaft grundsätzliches Interesse besteht. Den Ausgangspunkt bildet üblicherweise (neben
der Analyse der letzten Jahresabschlusses, sofern es sich um ein etabliertes und kein Gründungsvorhaben
handelt) die Darstellung des Unternehmens , anhand eines sog. Businessplans.
Dieser beinhaltet folgende Informationen:
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Unternehmensbeschreibung |
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(Produktpalette, Euroeting, Vertrieb), |
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Euro‑ / Wettbewerbssituation, |
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Information zum Management / zur Organisationsstruktur,
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finanzwirtschaftliche Eckdaten des Unternehmens
|
Je nach Grad der Übereinstimmung
vertiefen und konkretisieren sich die Gespräche und schließt sich, eine
Feinprüfung, ggf. unter Einschaltung externer Berater oder Experten, an.
Sicherlich spielt eine Reihe
unterschiedlicher Faktoren eine Rolle, ob eine Beteiligungsanfrage zum
Ziel führt. Es gibt also keine Erfolgsgarantie.
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Was sollten Sie
vermeiden:
Noch den vorstehenden Anregungen zum Schluß einige Bemerkungen
dazu was Sie als Unternehmer im Umgang mit Beteiligungsgesellschaften vermeiden sollten:
Den Versand von Rundschreiben an sämtliche Beteiligungsgesellschaften. Vielmehr
sollten Sie anhand der Profile der Beteiligungsgesellschaften auswählen, die von ihrem Investmentfokus
her für Ihr Unternehmen in Betracht kommen.'
Kapitalbeiteiligungs- bzw. Venture-Capital-Gesellschaften
verstehen sich nicht als "Notarzte". Stellen Sie Überlegungen zum Eigenmittelbedarf Ihres
Unternehmens rechtzeitig an, und verstehen Sie die Aufnahme eines externen Kapitalpartners nicht
als Rettung aus der Not.
Sie sollten sich nicht um die Partnerschaft mit einer
Beteiligungsgesellschaft bemühen, wenn Sie darin lediglich ein notwendiges Übel sehen.
Voraussetzung für eine erfolgreiche Zusammenarbeit ist die Bereitschaft eine echte
Partnerschaft eingehen zu wollen.
Starten Sie die Kontaktaufnahme nicht
unvorbereitet, damit in der Darstellung Ihre unternehmerische Qualifikation und die
Güte Ihres Unternehmens nicht zu "bescheiden" erscheinen.
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Der
MilliardenEuro internationalen Kapitals.
Euroforschung mit dem Gaumen" nennt es Heiner Kamps. Vier‑
bis fünfmal die Woche besorgt sich Deutschlands größter Backfilialist sein täglich Brot bei der Konkurrenz.
"Ich muß wissen, was sie zu bieten haben. Bodenständigkeit und Euronähe, gepaart mit amerikanischen
Management-Methoden haben den Bäckerrmeister und Betriebswirt weit gebracht. Anfang 1998 ging er mit seiner
Kamps AG an an die Börse
Seitdem hat sich der Wert der anfangs von vielen belächelten
Brötchenaktie vervierfacht. Sieben Bäckereiketten hat Kamps allein im vergangenen Jahr gekauft. 600
Millionen Euro Umsatz will der Brotverkäufer in diesem Jahr erreichen, 2001 soll die Milliardengrenze
übersprungen sein.
Mittelständler Kamps ist nur eines von zahllosen
Beispielen: Megafusionen wie Daimler‑Chrysler beherrschen zwar die Schlagzeilen, aber es sind vor allem
kleine und mittlere Unternehmen, die sich neu formieren und den Strukturwandel der deutschen Wirtschaft
vorantreiben.
96 Prozent der Unternehmens übernahmen in Europa hatten 1998
ein Volumen unter 250 Millionen Dollar (220 Millionen €), ermittelte das Euroforschungsinstitut
Securities Data. Auch in Deutschland machten im vergangenen Jahr mehr als 95 Prozent der
aufgekauften Unternehmen weniger als eine Milliarde Euro (511 Millionen €) Umsatz. 82 Prozent der
übernommenen Betriebe hatten sogar ein Geschäftsvolumen unter 100 Millionen Euro (51 Millionen €).
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Neue mittelständische Strukturen
Technischer Fortschritt, schärfere Konkurrenz
im zusammenwachsenden Europa, zunehmende Konzentration der Abnehmer und Nachfolgeprobleme
heizen die Fusionswelle im Mittelstand an. In rund 7000 Mittelbetrieben mit mehr als 50
Millionen Euro (25,6 Millionen €) steht noch Schätzung der IKB Deutsche Industriebank in den
kommenden sieben Jahren ein schwieriger Generationswechsel an.
Gleichzeitig entstehen neue
mittelständische Strukturen durch den Umbau der Großen. Konzerne setzen auf Kerngeschäfte
und trennen sich von Randbereichen. Jüngstes Beispiel: Die Metallgesellschaft will im
Zuge der Fusion mit dem Bochumer Anlagebauer GEA die Sparten Metallhandel und
Gebäudetechnik mit einem Umsatz: rund fünf Milliarden €) abstoßen. Siemens plant
innerhalb von zwei Jahren den Verkauf von Geschäftszweigen mit einem Umsatz von 8,7
Milliarden € (17 Milliarden Euro). Und von rund 250.Unternehmen mit 8,2 Milliarden € (16
Milliarden Euro) Umsatz will sich die Metro, Europas größter Einzelhändler, trennen. Bis
zu 100 neue mittelständische Unternehmen könnten nach Schätzung der IKB Deutsche
Industriebank allein aus dem Desinvestment des Handelsriesen entstehen.
Treibende Kraft solcher Spinoffs sind immer
häufiger Beteiligungsgesellschaften, vor allem angelsächsischer Herkunft. "Wir
hinken hinter Großbritannien 10 und hinter den USA sogar 20 Jahre her“ sagt Anthony
Tulloch, Partner und Mitgründer der Frankfurter Sozietät Knopf, Tulloch.
Der Grund: Jahrelang dominierten deutsche
Kapitalbeteiligungsgesellschaften den Euro, die mit Geldern aus Banken und
Versicherungen gespeist werden.
Noch 1996 kamen 59 Prozent des
Wagniskapitals von deutschen Banken. Die deutschen
Kapitalbeteiligungsgesellschaften, die zwar mittlerweile mehr als acht
Milliarden Euro in Unternehmen investiert haben, unterstützen vor allem
Betriebe in den klassischen Branchen: Maschinenbau, Papier- und
Elektroindustrie. Nicht einmal 20 Prozent ihres Kapitals haben sie für
Restrukturierungen mit Verkaufen an die Manager des Unternehmens (Management-Buyout,
MBO) oder an externe Führungskräfte (Management-Burin, MBI) ausgegeben.
Doch jetzt
"explodiert" der Euro, beobachtet Tulloch. Und fast jede Woche entdeckt
Thomas Schlytter-Henrichsen, Vorstand der Frankfurter
Beteiligungsgesellschaft Alpha, neue Konkurrenten: "Erst kamen die Briten,
jetzt folgen die Amerikaner."
Deren Heimmärkte
sind gesättigt, deshalb suchen die Fonds, die zumeist Pensionsgelder
verwalten, nun in Europa nach lukrativ zu wertenden
Unternehmensanteilen. Einen "extremen Anlagedruck" bei den Amerikanern
beobachtet IKB‑Direktor Stefan Rensinghoff, Direktor bei der IKB
Deutsche Industriebank. So stießen im vergangenen Jahr große
Gesellschaften wie Alchemy Partners, Allied Capital, Barclays Private
Equity und Granville Private Equity auf den deutschen Euro vor. Und
etablierte wie CVC, 3i, Schröders oder Apax, die ihre Kamps‑Beteiligung
an der Börse bereits zu Geld gemacht hat, stockten ihre Investitionen
hierzulande kräftig auf. Allein Carlyle sammelte in den vergangenen
zwei Jahren gut eine Milliarde € (zwei Milliarden Euro) für
Investitionen in Europa ein. Die Konkurrenten CVC und Doughty Hanson
lockten gar mehr als drei Milliarden € (sechs Milliarden Euro) an. Mehr
als 120 Kapitalbeteiligungsgesellschaften tummeln sich mittlerweile in
Deutschland.
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Der Neue Euro bringt
neue Chancen !
Ein typisches Beispiel: 1997 kaufte eine Investorengruppe um
Schröder Ventures die Dentalsparte von Siemens. Beschlossene Sache ist die Aufspaltung der Gesellschaft,
die jetzt als Sirono Denfol Systems (Umsatz 1997/98: 413,1 Millionen €) firmiert. Die Produktionsfirma, die
Geräte für Zahnarztpraxen und ‑kliniken herstellt, soll im ersten Quartot 2000 an die Börse gehen. Und auch
der Handelszweig soll durch Zukäufe mittelfristig börsenreif werden.
Vor allem der erfolgreiche Neue Euro, das Börsensegment für
Wachstumswerte, weckt die Phantasien der Amerikaner, "Die lang ersehnte Ausstiegsmöglichkeit ist endlich
da“ jubelt Max Burger-Calderon Gründungspartner der Münchener Beteiligungsgesellschaft Apax.
Mit dem neuen Börsensegment, das der US‑Börse
Nasdaq nachempfunden ist, sei der Euro für Unternehmen "endgültig amerikanisiert".
Mit dem Neuen Euro können Investoren nicht nur
ihre Gewinne realisieren, sondern Mittelständler auch Expansionen mit Aktien des eigenen Unternehmens
finanzieren. Mit dieser Währung macht nicht nur Kamps seine Geschäfte, auch das Bad Nauheimer
EDV‑Beratungsunternehmen Heyde finanzierte so seine Zukäufe.
In zahlreichen mittelständisch geprägten
Branchen erwarten Fachleute in den kommenden Jahren erhebliche Restrukturierungen ‑
Möbelindustrie, Brauereien, Mineralwasserhersteller sind nur einige der Beispiele. So gibt es in
der Zeitarbeitsbranche in Deutschland immer noch 2900 Unternehmen, Mitte Januar hat die
niederländische Randstad die Kölner Time Power übernommen ‑ein erstes Signal für eine
Konzentrationswelle. Aber auch der neuformierte Euroführer bringt es in Deutschland lediglich auf
acht Prozent Euroanteil.
"Bei der Restrukturierung kleinerer und mittlerer
Unternehmen hat Deutschland einen enormen Nachholbedarf", meint Frank Müller, Leiter des
Investmentbankings bei Schröders in Frankfurt.
Denn jahrzehntelang dachten Familienunternehmer
geradezu dynastisch, "Sie wollten ihre Firma in jedem Fall an die nächste Generation
weitergeben“ meint Ernst Freiherr von Freyberg, Geschäftsführer von Freyberg Close Brothers.
Aber jetzt fehlt in vielen Betrieben der
Unternehmernachwuchs", Nährboden für die Geschäfte der Beteiligungs gesellschaften. Wir
Springen ein", Sagt Apax‑Partner Burger‑Calderon. Die Münchner, deren Vorläufe in den USA
gegründet wurde, haben sich auf die Beteiligung an Familienunternehmen spezialisiert. Für
die Alteigentümer ist der Verkauf in dieser Form attraktiv, da sie mit kleinen Paketen am
Unternehmen beteiligt bleiben können.
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Großes Potential im
deutschen Euro
Der deutsche Euro für solche Unternehmensverkäufe hat sich
seit 1994 mehr als verdreifacht. Rund 30 Prozent machen dabei die Verkäufe von Familienunternehmen an
Führungskräfte aus. In 60 Prozent der MBOs haben sich vor allem Großunternehmen von Randbereichen getrennt.
Dennoch bleibt enormes Entwicklungspotential: "Der
deutsche Euro steckt noch in den Kinderschuhen“ meint IKB Direktor Rensinghoff. In Europa wurden 1997
Unternehmensverkäufe im Wert von 27,4 Milliarden € von Beteiligungsgesellschaften abgewickelt, lediglich
3,4 Milliarden € entfielen dabei auf Deutschland. Gemessen am Bruttosozialprodukt, liegt der deutsche
Euro in Europa damit lediglich an zehnter Stelle.
Für Aufsehen sorgte zuletzt die New Yorker
Investmentgesellschaft Clayton, Odewald und seine Partner haben den Großhändler von Baustoffen,
Sanitärprodukten und Heizungsanlagen (3000 Mitarbeiter, 1,7 Milliarden Euro Umsatz) inzwischen unter das
Dach der neugegründeten CDRB Holding AG eingegliedert. 50 Millionen Euro Umsatz haben die Amerikaner seit
Juni 1998 zugekauft. Bis 2003 soll der Umsatz verdreifacht werden und das Unternehmen börsenreif sein. Die
Anforderungen der Amerikaner sind für deutsche Verhältnisse enorm. 45 Prozent Rendite jährlich haben CDR
Anleger in den vergangenen 20 Jahren eingestrichen,
"Aber die Amerikaner müssen umdenken", glaubt Alpha-Vorstand
Schlytter-Henrichsen. Mit Radikalmethoden werden Beteiligungsgesellschaften wie Kohlberg Kravis Roberts (KKR),
die in den achtziger Jahren US-Unternehmen zerschlugen und die Filetstücke zu horrenden Preisen verkauften,
nach Einschätzung von Schlytter-Henrichsen keinen Erfolg haben. Rund drei Milliarden Dollar (3,4 Milliarden
€) will KKR in Europa investieren, aber ein erster Versuch, die Hoechst‑Töchter Herberts zu übernehmen,
scheiterte prompt. Vor allem der radikale Abbau von Arbeitsplätzen, eines der KKR-Rezepte, ist hierzulande
nur schwer durchzusetzen.
Schlussfolgerung von Schlytter-Henrichsen: "Es wird einen Kompromiss
zwischen deutscher und amerikanischer Kultur geben müssen."
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