An Bord wird aber sogleich deutlich, daß trotz aller High-Tech großer Wert auf ein
traditionsbewußtes Äußeres gelegt wurde. Das hinter einer schützenden Verschanzung kunstvoll
verlegte Teakdeck mit dem Zauber der großen Segeloldtimer führt zu einem Steuerhaus, das
reichlich Innenraum schafft und dabei keineswegs die Sicht auf Deck behindert, und mündet in
ein weitläufiges Vordeck. Daß hier gearbeitet wird, sieht man schon an den Backskisten,
Winschen und Beibooten Achtern an Davits und Mitteldecksbereich und ein ULTRA-Light-
Flugzeug ergänzen sich Manöver und Müßiggang an Bord der SY. JONGERT aufs beste.
An der
Verschanzung einen äußerst bequemen Sitzplatz zu finden, bieten sich für Partygäste
zahlreiche Stehplätze und eine Reihe von Sitzgelegenheiten auf Backskisten und Oberlichtern
an. Beim Cocktail dürften die diversen Decksausrüstungen, wie der stilechte Tender in
Klinkerbauweise, einen höchst interessanten Gesprächsstoff abgeben. Daß ein so angenehmes
Ambiente kein Zufallsprodukt ist, zeigt sich schon am Cockpit, wo die Designer keine Mühen
gescheut haben, modernste Technologie geschickt durch ein reizvolles Oldtimer Outfit zu
tarnen.
Das Steuerrad
in traditioneller Art ist auf die Vorderseite einer Backskiste montiert. Früher hätte darin
das Schneckengetriebe Platz gefunden, heute ist darin eine relativ kleine, leistungsfähige
Hydraulikanlage untergebracht. Sie ermöglicht sanfte Ruderbewegungen ohne große
Kraftanstrengung und ist auf See deshalb ideal. Da eine solche drehbewegungsaufwendige
Steuerung bei millimetergenauen Manövern in überfüllten Häfen und insbesondere beim Anlegen
über Heck jedoch einfach zu schwerfällig ist, stehen dem Kapitän auch hier wieder modernste
Ausrüstungen zur Seite. Die unmittelbar vor dem Steuerrad installierte Original-Kompaßsäule,
die übrigens keinen herkömmlichen Magnet-, sondern einen Kreiselkompaß beherbergt, ist mit
einer dezent plazierten Autopilotpinne mit dazugehöriger Hydraulik bestückt, die ausholende
Ruderbewegungen binnen Sekunden durchführt.
Darüber
hinaus ermöglichen die Bedienhebel für Gas und den Propeller mit variabler Steigung sowie
die beiden im Cockpitboden eingelassenen Bugschraubenschalter präzise Manöver. Bei besonders
heiklen Anlegemanövern mit Seitenwind kann das Heck mit Hilfe des Motorumschaltgetriebes und
des reversiblen Propellers in die eine oder andere Richtung gelenkt werden und ist damit
mindestens ebenso beweglich wie mit einem Doppelpropeller. Für gewöhnlich erfordert eine so
umfangreiche Motor- und Navigationsausrüstung eine entsprechend große Schalttafel. Die
ursprüngliche Idee, die Kompaßsäule zu diesem Zweck mit seitlichen Auslegern zu versehen,
wurde jedoch verworfen zugunsten einer dezentralen Unterbringung der Bedienelemente und
Instrumente. So wurde beispielsweise auch die Abgastemperaturanzeige zur optimalen
Propellereinstellung unter Motor unauffällig am achteren Ende des Cockpit tisches
installiert.
Radarbildschirm und Anzeigen der B&G-Hercules 690-Anlage verbergen sich unter aufstellbaren
Klappen in der Tischplatte. Die Belohnung für die sorgfältige Detailarbeit ist ein
traditionell-elegantes und komfortables Cockpit, wo zwölf Gäste entspannen oder eine
Mahlzeit zu sich nehmen können, beschattet von einem Sonnenverdeck, das zwischen den
Baumauflagen und der hinter dem Deckshaus montierten Halterung aufgespannt wird. Die
Segelgarderobe müßte nach altem Vorbild eigentlich von einer mannstarken Crew über Blöcke
und Taljen getrimmt werden. Doch bei aller Traditionsverbundenheit wäre die Rückkehr zu
einer Situation, wo der Wohnraum an Bord durch den hohen Personalaufwand erheblich
eingeschränkt wäre, gewiß nicht zeitgemäß. SY. JONGERT wird darum mit insgesamt 31 Winschen,
23 davon mit Hydraulikantrieb oder elektrisch bestückt.
Die drei
Winschen für die Groß-, Vor- und Stagsegelschoten sind mit einer Wickelvorrichtung und vier
der Trimmleinenwinschen mit Laufschienen ausgestattet. Personalsparend sind ferner die
RondalFurls für das Groß- und die drei Vorsegel. Auf See reicht somit eine 4 Mann-Crew.
Weniger dürfen es allerdings nicht sein, denn schließlich müssen ja auch die vielen
Glanzteile an Bord poliert werden. Um das Deckspersonal noch weiter zu verringern, geht der
Trend heute dahin, die Schoten und Leinen möglichst im Cockpit zu konzentrieren. An Bord der
SY. JONGERT wurde dies absichtlich vermieden, denn, die Hydraulikwinschen sind
leistungsstark. Die meisten Trimmeinrichtungen sind deshalb in der Verschanzung, nahe den
Winschen untergebracht. So auch die Laufschienen, die allesamt mit einer einfallsreichen
kleinen Winsch mit Wickelvorrichtung versehen sind; damit eine nicht benutzte Laufschiene
und ihr möglicherweise gefährlicher Block gegen Verletzungen gesichert werden.
Beachtenswert
ist ferner, daß die Segelmacherei Sails bei dem Bemühen um eine möglichst originalgetreue
Garderobe nicht nur den Naturton der traditionellen ägyptischen Baumwolle hat nachempfinden
können, sondern daß sie auch das Dacron-Tuch in äußerst schmalen Bahnen verarbeitet und die
Segel mit ledernen Schothorn- und Halsringen ausgerüstet.
Weitere Beispiele für die sorgfältige Verarbeitung sind die mit Scharnieren
versehenen Gitter auf den Skylights, die zwecks Lackierarbeiten am Holz oder Reinigung der
Scheiben hochgeklappt werden können, sowie der maßgeschneiderte Aluminiumrahmen, der die
Pfützenbildung auf der Beibootplane verhindern soll, und nicht zuletzt der Teakbelag des
Bugspriets.
Das Beste aber bleibt auf den ersten Blick verborgen. Einem alten Sprichwort zufolge läßt
sich die Qualität einer Yacht an der Verarbeitung ihrer Staufächer beurteilen. In dieser
Hinsicht bestätigt sich auch nach kritischer Inspektion die Klasse der SY. JONGERT: Die tief
eingelassenen Rillen, die wasserdichten Gummidichtungen, die Gaslifte, einwandfreien
Schweißnähte, erstklassigen Hakenverschlüsse und perfekt zugeschnittenen Netzmatten, die die
aufbewahrten Gegenstände vom Boden fernhalten, zeugen von höchster Verarbeitungsqualität. In
völliger Harmonie dazu steht das nicht minder beeindruckende Interieur der Yacht, das sich
durch zurückhaltende Eleganz, Gemütlichkeit und Praxistauglichkeit, durch jenen Stil also
auszeichnet, für den unser Designer bekannt ist.
Das
Steuerhaus, das Wind und Wetter und manchen Schlag aushalten muß, wurde im Gegensatz zu den
übrigen Innenräumen mit sorgfältig verarbeitetem Mahagoni eingerichtet. Dieser Raum, der
durch Fenster erhellt wird, vereint die Funktion des Steuerhauses mit der des Deckssalons
und bildet den Mittelpunkt des Interieurs.
An BB
befindet sich eine Dinette für acht Personen mit ledergepolsterter Sitzbank. Ein Beispiel
sinnvoller Raumnutzung ist der Drehsessel am Tischende, der als Sitzmöbel bei Mahlzeiten und
als Arbeitssitz in der gegenüberliegenden Navigation fungiert. Weiter vorn geht es über eine
bequeme Treppe nach unten in einen kleinen Vorraum, der zum Eingang des Maschinenraums und
in den Hauptsalon führt.
Die eleganten
Holzpaneele und die nach traditioneller Sitte weiß lackierte Lattendecke mit Querbalken und
großem Oberlicht sorgen für eine dezent-gemütliche Atmosphäre. Während die an Backbord in
einen Alkoven eingelassene Eßecke mit abgesteppter Ledersitzbank in Hufeisenform und darüber
befindlichen Bücherborden kühles Herrenklub - Ambiente ausstrahlt, geht es an Steuerbord
gemütlicher zu.
Eingerahmt
von zwei Bücherborden, erstreckt sich viertelkreisförmig ein bequemes Sofa; in den
dazugehörigen hübschen Tisch wurde ein klassischer Kompaß mit kardanischer Aufhängung
eingearbeitet. In diesem außergewöhnlichen Raum kann man einfach nur so dasitzen und die
auserlesene Schönheit bewundern, angefangen bei den gelungenen Proportionen mit den
durchgehend hohen Decken bis hin zur Detailverarbeitung der an abgerundeten Paneelen und
Schubladen reichen Holzeinrichtung.
6 Kabinen
haben Platz an Bord der SY. JONGERT. Durch die auf das gerundete Vorderschott abgestimmten
Bogentüren in das Bad. Wie im übrigen Interieur bestimmen auch im Eignerbereich die
natürliche Schönheit und klassische Eleganz der hervorragend verarbeiteten Holzpaneele das
Bild. Fernseher, Videogerät stehen zur Verfügung der Gäste.
Unterm
Deckhaus liegen die spiegelverkehrt-identischen Gästekabinen mit separaten Duschräumen; sie
sind voneinander getrennt durch einen mittigen Flur.
Die zweite der beiden Türen, die zwischen den Gästekabinen und dem im Bug untergebrachten
Crewquartier liegen, ist eine solide, in eines der drei wasserdichten Schotten der Yacht
eingebaute Tür.
Gegenüber dem
Kühlraum liegt die Crewmesse mit einem Mahagonyholztisch. Bemerkenswert ist ferner, daß die
Crewunternkunft in Sachen Ausstattungsmaterialien und Verarbeitung der Eignersuite um nichts
nachsteht. So sind selbst in der Galley die modernen Küchengeräte größtenteils hinter
traditionellen weißlackierten Plankentüren verborgen. Die beiden Zweibettkabinen im Bug sind
ebenso wie die geräumige Kapitänsloge mit Doppelkoje jeweils ausgestattet.
Die
Maschinenausstattungen großer Segelyachten, die sich mit der von Motorbooten im allgemeinen
messen können, sind, durch Rumpfdesign und Innenausbau bedingt, meist auf so engem Raum
untergebracht, daß eine angemessene Inspektion und Bedienung der Ausrüstungen extrem
schwierig ist. Die SY. JONGERT besitzt indes dank ihrer großzügigen Unterwasserlinien einen
äußerst geräumigen und gut belüfteten Maschinenraum. Beachtlich ist insbesondere die Schall-
und Vibrationsdämmung, die dadurch erreicht wurde, daß die beweglichen Ausrüstungsteile
allesamt auf Stoßdämpfer montiert und sämtliche Versorgungs- und Abgasleitungen durch
eingebaute flexible Kupplungen gegen Erschütterung gesichert sind. Wer die Wirksamkeit der
Motorschallisolierung überprüfen möchte, der braucht nur die Maschinenraumtür bei laufendem
Hauptmotor zu öffnen: Der Übergang von friedlicher Stille zu Höllenlärm ist verblüffend.
Die SY. JONGERT ist ein weiteres Anschauungsbeispiel für einfühlsames Traditionsdesingn.
Weil das Angebot sich an dem edlem Schiff beteiligen zu können limitiert ist, bitten wir Sie
nicht lange zu zögern. Um steuermindernde Verlustzuweisungen zu nutzen sind von den
Steuerbehörden Termine vorgegeben, die Sie unbedingt beachten sollten. Ein umfassendes
Geschäftskonzept kann angefordert werden.
In der Hoffnung auch Sie als Miteigentümer des Segelyacht„SY. JONGERT“ an Bord begrüßen zu
können verbleiben
wir mit dem seemännischem Gruß :
„Mast- und Schotbruch und eine handbreit Wasser unterm Kiel „
Ihr Kapitän D. Hansen
zurück
nach oben