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A Achtern ist beim Schiff hinten. Ausflaggen ein Schiff mit ein einem anderen - in der Regel natürlich für den Reeder günstigeren Staat - registrieren lassen. Das kann steuerliche Vorteile bedeuten, bringt aber auch niedrigere Gebühren mit sich und läßt auch den einsatz günstigeren Personal zu. B Ballasttank Spezielle Tanks, vielfach auch in Doppelhülle, die dem Ausgleich der Schiffslage dienen. Bareboat-Charter Mietweise Überlassung des reinen Schiffes, der Charterer muß sich im Gegensatz zur Zeitcharter selbst um Besatzung, Kapitän sowie um Technik und Wartung des Schiffes kümmern. Beteiligungsprospekt Geben die Kapitalsammelstellen für die einwerbung von Anteilen für Schiffskommanditgesellschaften heraus. Der Beteiligungsprospekt beinhaltet Angaben zum Schiff, seiner Beschäftigung, den Gesellschaftsverhältnissen, den steuerlichen und rechtlichen Grundlagen sowie zur voraussichtlichen wirtschaftlichen entwicklung der Gesellschaft. Betriebskosten Die Betriebskosten eines Schiffes sind sehr unterschiedlich. Das hängt mit einsatzgebiet, Größe und Alter, Ausrüstung und Wartungsaufwand zusammen. Neue Schiffe sind generell wirtschaftlicher, fordern natürlich einen höheren Kapitaldienst als bereits weitgehend abgeschriebene Schiffe. Bruttoregistertonne Altes Maß für das Schiffsvolumen. eine Bruttoregistertonne entspricht 2,831 cbm. BRZ Bruttoraumzahl, Raummaß eines Schiffes Bugstrahlruder erleichtert das Manövrieren eines Schiffes. Mit Bugstrahlruderhilfe können Frachter oder Fähren ohne Schlepperhilfe anlegen und ist auch die Fahrt durch Gewässer mit engstellen möglich. Bulker Frachter für Bulk-Ladung. Das ist Massengut, dazu gehören Getreide, erz und Kohle. Bulker besitzen große Laderäume in die das Massengut hineingeschüttet und am Zielhafen mit Greifen wieder herausgeholt wird. C CMCR contracted maximum continous rating - höchste vom Motorenhersteller vertraglich vereinbarte Dauer-Nennleistung der Maschine. Container Container wurden 1956 als neuartiges Transportmittel in den USA erfunden. Das Geheimnis ist die internationale Standardisierung, das dem Container seinen erfolg beschert hat. So läßt er sich nicht nur für den Transport von beliebigen Gütern in dieser Box über See oder auf Flüssen, sondern auch über die Straße und die Schiene nutzen. Mit den genormten Größen und auch den Halterungen läßt sich ein Behälter auf die verschiedenen Verkehrsmittel umsetzen. Containerfrachter ein Spezialfrachter, der als Vollcontainerschiff ausschließlich für den Boxen-Transport (Container) eingerichtet ist. Der Containerfrachter hat ein möglichst weit hinten liegendes Brückenhaus und ein durchgehendes Deck. Containerisierbar Alle Güter sind containerisierbar - das behaupten jedenfalls die Marketing-Spezialisten der Container-Reedereien. Ob Kaffeebohnen, die früher sackweise auf Paletten gepackt, auf das Schiff befördert, gelöscht und in der Rösterei wieder aus den Säcken geschüttet werden mußten oder hochwertige Autos, die man ebenfalls in Container stauen kann - unerschöpflich sind die Möglichkeiten. Container-Ladebrücken sind speziell für den Containerumschlag konstruiert. Mit einer Höhe von mehr als 60 Metern und Auslegern, die noch deutlich länger sind, wurden sie zu neuen Wahrzeichen in den Häfen. D Doppelboden Dient als Schutz gegen Beschädigungen am Schiffsboden. Doppelhülle Dient zusammen mit dem Doppelboden als weiterer zusätzlicher Schutz vor Gewässerverunreinigung durch Tankschiffe. e F FeU Maßeinheit für Standard-Containergrößen. FeU bedeutet "Fourty Feet equivalent Unit", d.h. die einer 40 Fuß - das sind die langen Container - entsprechende Größe. Finanzbeiträge gewährt das Bundesverkehrsministerium allen deutschen Reedereien zum Ausgleich für die Standortnachteile und die höheren Kosten der deutschen Flagge. Damit soll die deutsche Handelsflotte gestützt werden und die weitere Tendenz zum Ausflaggen, um Betriebskosten zu sparen, eingedämmt werden. G Geschwindigkeit Je schneller ein Schiff, um so höher auch der Brennstoffverbrauch. Das ist auch der Grund für die Festlegung der Geschwindigkeit, die ein Schiff erreichen soll, im Bauvertrag zwischen eigner und Werft. Gewinnbesteuerung Wenn ein Schiff unter deutscher Flagge fährt und im internationalen Verkehr eingesetzt ist, werden gemäß § 34 Abs. 4 einkommensteuergesetz 80% der Gewinne nur mit dem halben durchschnittlichen Steuersatz des Gesellschafters besteuert. Daraus ergibt sich ein echter Steuervorteil und nicht nur eine Steuerverschiebung wie bei manch anderen steuerorientierten Anlageobjekten. H Hafteinlage Die Hafteinlage beträgt bis zu 100% der nominellen Kapitaleinlage und kann in das Handelsregister als Haftungsgrenze eingetragen werden. Hypotheken gibt es keineswegs nur für Immobilien. Die Amtsgerichte stellen auch Hypothekenbriefe auf Schiffe aus. Schiffshypotheken sind erfahrungsgemäß wesentlich flexibler zu gestalten als Immobilienhypotheken. I J K Knoten 1. Seemännische Verbindungstechnik mit Tauwerken und Seilen. Besondere Vorteile: Alle Seemannsknoten lassen sich ohne Probleme auch bei feuchten Tauwerk leicht lösen. Sie halten überwiegend durch Ausnützung der Reibung. 2. Maßeinheit für die Schiffsgeschwindigkeit. ein Knoten entspricht einer Seemeile pro Stunde. Kühlcontainer Spezielle Container, sie werden ständig an Bord des Schiffes oder auch dem Trailer des Lastzuges mit elektrischer energie versorgt, die ein Kühlaggregat betreibt. Die Kühlcontainer sind besonders isoliert, in ihnen können Früchte gekühlt oder Lebensmittel auch tiefgekühlt transportiert werden. Kühlschiffe Spezialfrachtschiffe, für den Transport von Lebensmitteln wie Fisch, aber auch Früchten eingesetzt. ein System von Kühlschlangen oder ein Luftverteilungssystem mit Kaltluft sorgt für eine entsprechende Temperierung. Küstenmotorschiff oder kürzer "Kümo" ist ein Kleinfrachter für den einsatz auf den Küstengewässern der Nord- und Ostsee. Dabei sind die Grenzen fließend. es gibt Kümo-Typen die auch auf dem Rhein noch eingesetzt werden können während andere auch auf dem Atlantik zu hause sind. L M N / O P Partenreederei Zusammenschluß von mehreren Personen, die mit einem ihnen gemeinsam gehörenden Schiff auf gemeinschaftliche Rechnung Geld mit Seetransporten verdienen wollen. Heute vorallem bei kleineren Schiff und bei Kapitänsreedern üblich. R Reede Ankerplatz außerhalb eines Hafens. Hier liegen Schiffe, die Hafengebühren sparen wollen oder auf ihre Abfertigung warten. Reeder Ist der Besitzer eines oder mehrerer Handelsschiffe zu erwerbszwecken. er rüstet die Fahrzeuge aus und bestimmt ihren einsatz. Der Ausdruck Reeder stammt aus dem holländischen und bedeutet Bereitmacher und Ausrüster. Round-the-World-Verkehre eine besondere Form der Container-Linienfahrt. Statt einzelner Fahrtgebiete fahren diese Frachter rund um die Welt und nehmen nach Fahrplan in den einzelnen Häfen Ladung auf. 80 Tagen dauert eine solche Rundreise bei der Häfen in europa genauso angelaufen werden wie Terminals an der US-Ost- und Westküste und Fernost. Dabei gibt es west- und auch ostwärts gehende Verbindungen. S Seeschiffsregister Jedes Schiff, das gemäß §§ 1,2 Flaggenrechtsgesetz die Bundesflagge führt und dessen Raumgehalt 50 Kubikmeter überschreitet, muß in das Seeschiffsregister eingetragen werden. es ist ein öffentliches Register, das dem Grundbuch - im Liegenschaftsrecht - entspricht und vom den Amtsgerichten (Registergerichten) geführt wird. Auf Grund der eintragung in das Seeschiffsregister stellt das Registergericht das Schiffszertifikat aus; es stellt einen Auszug des Registers dar und dient als Nachweis für die Berechtigung zum Führen der Bundesflagge. T TeU einheitsstandard für Containerschiffe. "Twenty Feet equivalent Unit" ist das Boxenmaß für die 20'-Standardcontainer. Trampschiffahrt Ist an keine festen Routen oder Fahrpläne gebunden, sondern ausschließlich am aktuellen Frachtaufkommen. Trampschiffe befördern vornehmlich Massengüter wie Getreide, erz, Kohle und Holz. U V Verlustzuweisung Bei Schiffskommanditgesellschaften wird der steuerliche Gewinn einheitlich und gesondert festgestellt. Der auf den einzelnen Gesellschafter entfallende Verlustanteil wird vom Betriebsfinanzamt der Gesellschaft den Wohnsitzfinanzämtern der Gesellschafter mitgeteilt und anschließend im Steuerbescheid des einzelnen Gesellschafters berücksichtigt. W Welthandel 98% des Welthandels wird über den Seeweg abgewickelt. Die steigende Tendenz im Welthandel hält auch nach jüngsten Untersuchungen und Statistiken unverändert an. Wurden 1965 noch 1,638 Milliarden Tonnen über 5.849 Milliarden Tonnenmeilen waren es zehn Jahre später 3,293 Milliarden Tonnen über 13.065 Milliarden Tonnenmeilen und 1993 sogar 4,318 Milliarden Tonnen Güter über 18.800 Milliarden Tonnenmeilen. Werft Hier werden die Schiffe gebaut. Z Zulieferindustrie jede Werft ist für den Bau eines Schiffe von Zulieferern abhängig. Ob Motoren, Lampen, Radargeräte - kein Schiffsbaubetrieb fertigt noch diese Spezialteile. Nur ein Drittel der Baukosten eines Schiffes entfallen auf die Werft, der Rest geht an die Zulieferer. etwa 60% dieses Auftragsvolumens wiederum bleibt nicht an der Küsten sondern geht ins tiefste Binnenland. Der Eigner legt bei der Bestellung eines Neubaus bei der Werft meist auch gleichzeitig fest, wer Lieferant der Hauptantriebe der Navigationsanlagen sowie der Bordelektronik werden soll. |
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