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Main-Donau Kanal Teil 1

 

Vom Rhein in den Main einzufahren ist etwa so, als wenn man von einer viel befahrenen Autobahn in eine gemütliche Landstraße einbiegt: Es ist vorbei mit dem ­Gedränge und Gehetze der Kollegen von der Berufsschifffahrt. Entsprechend mäßig ist deren Sog und Wellenschlag. Aber auch die natürlichen Verhältnisse geben sich moderater: Der Main strömt nur schwach und beschert dem Skipper bei Manövern kaum Probleme. Alles in allem deutlich entspannteres Fahren als auf dem Rhein.

Wer allerdings Schleusen als Stress empfindet, wird es schwer haben, sich mit dem Main anzufreunden. 34 Staustufen auf 380 Kilometern sind kein Pappenstiel: im Schnitt alle elf Kilometer eine Schleuse.
Alle Schleusen außer Würzburg und Viereth besitzen neben den Kammern für die Großschifffahrt auch Sportbootschleusen, wobei die Kam­mergrößen der ersten sieben Bootsschleusen (Kostheim bis Kleinostheim) mindestens 3,50 m x 15 m betragen, ab Obernau bis Viereth jedoch nur noch mindestens 2,50 m x 12 m.

Zum Glück schreibt die Binnenschifffahrtsstraßenordnung nicht vor, dass Sportboote, die diese Abmessungen jeweils unterschreiten, auch tatsächlich die Sportbootschleusen benutzen müssen. Mit unserer 2,85 m breiten „Troll“ hätte das nämlich bedeutet, die ersten sieben Staustufen in Bootsschleusen überwinden zu müssen.
Davon haben wir aber schon nach der ersten Schleusung in der Bootsschleuse Kostheim die Nase voll. Ätzend langsam geht es in der mit Unrat übersäten Kammer nach oben, und wir verzichten auf weitere Kostproben: Ab sofort schleusen wir nur noch mit der Berufsschifffahrt.

Und das klappt aus zwei Gründen überaus perfekt: Ers­tens, weil die Berufsschifffahrt durchweg nicht wesentlich schneller fährt als wir mit ­unserem gemütlichen Verdränger, nämlich 12 km/h. Heißt, wir können uns jederzeit an
ein Berufsschiff dranhängen. Wenn das mal nicht klappt, greift zweitens: Rechtzeitig per Funk beim Schleusenwärter zur Bergschleusung angemeldet, haben wir es nicht ein einziges Mal erlebt, dass uns ein et-
was schneller vorankommendes Berufsschiff in der Schleuse ent­eilt wäre. Ist die Einfahrt für das vorausfahrende Güterschiff bereits freigegeben, hört man vom Schleusenwärter allenfalls die freundliche Aufforderung „Dann gib mal’n biss­chen Gas.“

Wenig später geht es gemeinsam durch die  Schleuse. Ein Lob auf die Schleuser Die Freundlichkeit der Schleusenwärter am Main, speziell im Umgang mit uns Sportboot­skippern, verdient ein besonderes Lob! Dazu gehört nach einer Anmeldung beispielsweise der Hinweis: „Sie können sich Zeit lassen, ich habe noch zwei Talfahrer.“ So einfach und doch nicht überall selbstverständlich. Am Main schon.Und wenn man in der Schleusenkammer festgemacht hat und dies dem Schleusenwärter meldet: „Sportboot ,Troll‘ liegt fest“, kommt mindestens ein „Danke“ zurück. Und oft genug auch: „Weiterhin gute Fahrt.“ Dies ist also ein überaus erfreuliches Kapitel eines Main-Törns.

Weniger Erfreuliches gibt es auch: nämlich die Erkenntnis, dass etliche hochattraktive Gemeinden es offensichtlich nicht hinbekommen, für SportbootCrews geeignete Liegestellen für einen Zwischenstopp zu schaffen. Die alte Schiffer- und Fischerstadt Wörth gehört dazu, aber auch das sehenswerte Rothenfels.
Der Gipfel aber von allem ist Würzburg, wo es die Kommunalpolitiker tatsächlich geschafft haben, den traditionsreichen Würzburger Yachtclub mit seinem prächtigen Steg ­direkt am Stadtzentrum im Oberwasser der Schleuse, den fragwürdigen Einnahmeerwartungen aus der Hotelschifffahrt zu opfern und den jetzt ehemaligen Würzburger Yachtclub nach Eibelstadt (Main-km 261,3) zu vertreiben.

Die Mitglieder des Clubs waren darüber so erzürnt, dass sie sogar den Namen änderten: Wassersportclub Eibelstadt. Immerhin ein Kompliment für diese Gemeinde, die darüber hinaus ja auch noch die Marina Lewandowski an ihrem Mainufer beheimatet.

Die ersten dreißig Kilometer des Untermains sind industriell geprägt und bieten optisch wenig Reize. Unser erster Übernachtungsstopp an einem privaten Steg in der Marina Griesheim (Oberwasser der Schleuse Griesheim) entstand durch eine zufällige Bootsbekanntschaft. Üblicherweise kann hier nur nach vorheriger Anmeldung bei Bootsbau Speck, dem Betreiber der Anlage, festgemacht werden (Tel. 069-35 81 56). Einziger Service: Strom. Es gibt weder Wasser noch Sanitäranlagen, dafür aber gute Einkaufsmöglichkeiten (200 bis 300 m) und im Res­taurant des Ruderclubs eine hervorragende Küche.

Oberhalb der Schleuse Griesheim beginnt das Stadtgebiet von Frankfurt, und zu meiner großen Überraschung gibt sich „Mainhattan“ aus der Fluss­perspektive bei strahlender Morgensonne recht attraktiv. Für einen Zwischenstopp in Frankfurt hat die Schwimmsteganlage der Wassersportfreunde Schauermänner (km 35,70 LU/Alte Brücke) die optimale Lage. Allerdings können hier nur Boote bis etwa 8 m Länge festmachen.
Damit sind wir beim nächs­ten schwierigen Kapitel dieses Reviers: Es gibt nur wenige Häfen, die für größere Boote ausgelegt sind.

Bis 10 m Länge geht es in Außen- oder Kopf­positionen gerade noch, darüber wird es aber schwierig, ­geeignete Liegeplätze mit Hafenservice zu finden. Kurzum: Das Revier ist für heutige Tourenyachten, deren Länge deutlich oberhalb von zehn Metern liegt, nicht gerüstet. Hinzu kommt, dass die wenigen öffentlichen Piers, die für größere Sportboote geeignet sind, meist abseits liegen und kei­nerlei Service bieten. Nicht einmal Wasser und/oder Strom. Der eindringliche Leserbrief eines niederländischen Boots­ehepaares (siehe BOOTE 10/08) spricht Bände: „Was ist los am Main? ... Bitte, schöne Gemeinden am Main: Tut etwas!“

Vor dem Hintergrund dieser Erfahrungen hat unser Redaktionsboot mit seinen acht Metern Länge das Idealmaß für dieses Revier. Skipper größerer Yachten sollten ihre Übernachtungsstopps sehr genau planen. Gute Hilfe dabei ist die „Gewässerkarte Main“ von An­dreas Saal (siehe Kasten Törnführer und Gewässerkarten), in der sehr genau angegeben ist, für welche Bootsgrößen ein Hafen geeignet ist.

In dem ruhigen und gut ­geschützten Sportboothafen Mainkur (km 46,90 RU) in der gleichnamigen ehemaligen Schleuse finden auch große Boote ohne Probleme einen Liegeplatz. Wasser und Strom am Steg sowie Sanitäranlagen. Wer einkaufen muss, nimmt die Fähre ans gegenüberliegende Ufer nach Rumpenheim.
Ein Gastboot bis 15 m Länge (einlaufend backbords an der Spundwand) und mehrere bis 10 m Länge verkraftet die Marina Untermain in Kahl am Main, der erste Hafen auf bayerischem Boden. Das Hafenbecken liegt sehr ruhig neben einem Campingplatz mit altem Baumbestand unweit der Flussmündung der Kahl. Neben Wasser und Strom am Steg ­sowie soliden Sanitäranlagen bietet Betreiber Lässig-Motor umfassenden Boots- und Motorenservice. Ins Städtchen läuft man rund 15 Minuten.

Es ist Mitte Mai, und dennoch sind wir auf dem rund 20 km langen Flussabschnitt von Kahl nach Aschaffenburg so ziemlich das einzige Sportboot. Erstaunlich, denn es ist Samstag und das Wetter, abgesehen vom kräftigen Nordwest, gar nicht mal übel. Aber auch diese Erfahrung wird uns bis auf wenige Ausnahmen dauerhaft begleiten: Sportbootmäßig ist nicht viel los auf dem Main und dem Main-Donau-Kanal. Die Zahl der täglichen Begegnungen mit Gleichgesinnten können wir fast immer an einer Hand abzählen.

Großartig liegt der Floßhafen Aschaffenburg in einem ruhigen Nebenarm des Mains, durch eine schmale, 1,7 km ­lange Insel vom Hauptfahrwasser abgetrennt. Am nördlichen Ausgang des Floßhafens thront die Johannesburg weithin sichtbar über dem Fluss. Im südlichen Teil des Floßhafens liegen die Schwimmsteganlagen von sechs Vereinen. Wir machen am Steg der Wassersportfreunde Neptun Aschaffenburg fest. (Wasser und Strom am Steg, Duschen und WC im Container. W-LAN). Der Hafenmeis­ter begrüßt uns freundlich: „Ihr habt Glück, bei uns ist heute Anbrummen.“ Wir im Norden würden „Anfahren“ sagen. Zwei Wörter, die gleichen Rituale: Gefahren wird wenig („zu ­windig“), gegessen und ge­trunken reichlich. In diesem Falle Rindergulasch vom Feins­ten und Bier vom Fass. Da muss die sehenswerte Altstadt von Aschaffenburg bis zum nächs­ten Vormittag warten ...
Abschied von der Johannisburg. Die Schleusen Obernau und Wallstadt laufen wie am Schnürchen.

Zwischenstopp beim Erlenbacher Wassersportverein, dessen Hafen total im Grünen und in absoluter Ruhe in einem nochmals abgetrennten Hafenbecken im Schutzhafen Erlenbach liegt (km 107,4 RU). Gastboote „parken“ vor dem inneren Hafenbecken längsseits am Gästesteg. Wer sich entspannen will, liegt hier richtig. Ins Ortszentrum sind es rund zwei Kilometer.

Dann Wörth – ohne vernünftige Anlegemöglichkeit. Doch das Thema hatten wir schon. Nicht anders Klingenberg, wo erstmals Weinberge ins Blickfeld des Flussskippers treten: Die ersten Vorboten des „fränkischen Weinlandes“, dessen Zentrum aber weiter östlich, rund um die Mainschleife zwischen Karlstadt und Schweinfurt, liegt.

Das Franziskanerkloster Engelberg hoch über Heubach bietet einen eindrucksvollen Hintergrund für den kleinen Hafen der Heubacher Bootsfreunde (km 121,30 RU). Weiches Abendlicht zeichnet eine bezaubernde Kulisse von Miltenberg – sieht man von ein paar Bausünden ab. Ein Graus und wenig zu der historischen Kulisse der Altstadt passend: die Campinglätze am rechten Main­ufer unmittelbar gegen­über. Da man aber auf diesen Überflutungswiesen nichts Handfestes bauen kann, füllt die Stadt ihr Säckel halt mit der Vermietung der Stellplätze.

Piekfein der Hafen des Yachtclubs Miltenberg, in dem wir für die Nacht festmachen. Das hochwassersichere Clubhaus ist eine Augenweide: schöne Formen und Farben und viel Edelstahl. Aus Edelstahl auch die Festmacher am Steg. Kurios, dass Miltenberg nicht nur diesen schönen Clubhafen hat, sondern genau gegenüber, am linken Mainufer, einen öffent­lichen Sportbootanleger (ohne Service) an einer glatten Stahlwand mit Festmachern –na­türlich aus Edelstahl. So eine ­Anlage wünschte man sich ­eigentlich dort, wo es bisher überhaupt keine Anlegemöglichkeit gibt ... Das Beispiel zeigt: Es geht doch!

Ein ausgiebiger Besuch der Altstadt von Miltenberg, die man über die sehenswerte Alte Mainbrücke rasch erreicht, ist ein Muss. Neuer Tag, neues Glück – auch beim Schleusen. Mangels Berufsschifffahrt kreiseln wir fast eine Stunde vor der Schleuse Freudenberg, bei der im Unterwasser weit und breit keine Festmachmöglichkeit zur Verfügung steht.

Das sehenswerte, aber auch sehr touristisch geprägte Wertheim empfängt uns mit strömendem Regen. Wir laufen in die Taubermündung ein, wo an Steuerbord die Stege und das Clubschiff „Germania“ des Motor-Yacht-Clubs Wertheim direkt gegenüber der sehenswerten Altstadt liegen. Wir machen am Clubschiff fest (Wasser und Strom), offziell der Liegeplatz für Boote über 10 m Länge. Am Schwimmsteg dümpeln nur wenige Boote. Ein totales Kontrastprogramm zu Miltenberg, wo der Hafen des Yachtclubs rappelvoll war. Niemand kann uns erklären, was hier läuft – oder besser nicht läuft.

Burg Wertheim verspricht aufgrund ihrer Lage auf einem schmalen Bergrücken hoch über Main und Tauber einen herrlichen Blick ins Tal. Doch auch der bleibt uns verwehrt: Die Burg versteckt sich in dichtem Dunst.
Tagesziel Lohr, 40 Flusskilometer von Wertheim entfernt. Drei Stunden lang übelstes Regenwetter. Da bleibt der Hafen des WSV Wertheim-Bettingen (km 167,00 LU) unbeachtet rechts liegen. Kurz vor Rothenfels klart es auf. Mächtig thront die Burg über der Stadt. Wie gern würde man sich das anschauen! Aber wieder das bekannte Lied: Weit und breit gibt es in Rothenfels keine Anlegemöglichkeit. Man hat den Eindruck, als habe die Stadt ihren Fluss vergessen.

Die großartige Main-Passage durch die dicht bewaldeten ­Berge von Spessart und Odenwald hätte Sonne verdient. Die aber scheint uns erst beim abendlichen Stadtbummel durch Lohr, wo wir beim Sportboot-Club einen angenehmen und stadtnahen Gastliegeplatz finden (km 197,8 RU). Von Lohr bin ich sofort be­geistert. Die mit Fachwerk gespickte Altstadt kann locker mit Miltenberg oder Wertheim mithalten und ist dennoch auf  angenehme Weise bei sich selbst geblieben: Hier feiert der Tourismus (noch) keine Orgien.

„Lohr is more“ lautet der Werbeslogan der städtischen Touristinformation und trifft den Kern: nicht fränkische Kleinstadtidylle als Touristenfalle, sondern pralle Idylle mit touris­tischen Ambitionen. Das ist sympathisch.
Muss aber wohl auch so sein, weil Schneewittchen Lohrerin ist. Den Beweis erbrachte das Werk „Schneewittchen – Zur Fabulologie des Spessarts“ ­eines gewissen Dr. Karlheinz Bartels, in dem mit den wissenschaftlichen Methoden der „Fabulologie“ faktenreich nachgewiesen wurde, dass sich das Märchen im Spessart zwischen Lohr und Bieber abspielte, und dass Schneewittchen tatsächlich eine Lohrerin war.

Wer allerdings das Nordlicht Verona Poth, geborene Feldbusch, („Da werden Sie geholfen“) 2007 zum „Ehrenschneewittchen“ von Lohr beförderte, wird wohl das Geheimnis der städtischen Touristinformation bleiben. Sie sehen: Lohr macht mir Spaß!

Die traurige Geschichte von Würzburg, gut 50 Flusskilomter oberhalb von Lohr, ist bereits erzählt. Nachdem die Kommunalpolitik den attraktiven Steg des ehemaligen Würzburger Yachtclubs abgeräumt hat, darf nach unseren Erfahrungen bezweifelt werden, ob die unterhalb vom „Käppele“ liegende Marina Seubert (km 253,20 LU) bereit und in der Lage ist, Bootstouristen zu empfangen und damit einen halbwegs stadtnahen Ausgangspunkt für den Landgang zu gewähren. Wenn nicht, können Wasserwanderer das Weltkulturerbe Würzburg von der Gewässerkarte löschen!

Seit Einführung des roten Diesels für die Berufsschifffahrt im Jahr 2007 bietet Marina Lewandowski in Eibelstadt (km 262,30 LU) die einzig verbliebene Bootstankstelle mit Benzin und Diesel an Main und Main-Donau-Kanal. (Einen Lieferservice gibt es noch im Sportboothafen Karlstadt-Laudenbach, km 227,5 LU). Also ist schon die Tankstelle ein Grund, Marina Lewandowski anzusteuern. Zwei weitere kommen hinzu: Das italienische Restaurant „Piccolo Mondo“ im Hafen und das sehenswerte Städtchen Eibelstadt, dessen Zentrum man zu Fuß in gut zehn Minuten erreicht.

Wochenend und Sonnenschein: 8 1/2 Stunden brauchen wir für die 54 Flusskilometer und sechs Schleusen von Eibelstadt bis Wipfeld. Und endlich ist mal Bewegung auf dem Main und um Kitzingen und Wipfeld sogar richtig was los. Der Reihe nach: Nur acht Kilometer oberhalb von Eibelstadt liegt das nächste sehenswerte Städtchen: Ochsenfurt. Zwei Häfen verstecken sich hinter lang gestreckten, bewachsenen Dämmen, die die Anlagen von der Fahrrinne trennen: Der Hafen der Segler-Jungenschaft Nürnberg (km 270,20 LU) und des Ochsenfurter Bootsclubs (km 270,6).

Viel zu kurz natürlich als Tagesetappe von Eibelstadt – es sei denn,man hat sehr viel Zeit. Die haben wir natürlich nicht,und es bleibt bei einer Fotorunde. In Marktbreit (km 277,10 LU) entdecken wir beim „Alten Kran“ eine für Sportboote freigegebene öffentliche Kaimauer mit Ringen und Pollern (aber ohne Service), die nur  wenige Meter von einer Straßentankstelle entfernt ist. Mein Eindruck: Auch für den Besuch von Marktbreit, nur wenige Schritte entfernt, liegt man hier ebenso gut wie im sehr beengten Hafen der Wassersportabteilung des Marktbreiter Hockeyclubs, der unmittelbar oberhalb der Kaimauer mit Einzelstegen für kleine Boote beginnt.

Boote bis gut 9 m Länge liegen oberhalb der Straßenbrücke. In Kitzingen sorgen die Sportbootskipper vom Campingplatz „Schiefer Turm“ (km 285,60 LU) fuür Bewegung auf dem Fluss. Endlich! Wer die mehr als 1200  Jahre alte Weinhandelsstadt Kitzingen näher kennenlernen möchte,kann an der für Sportboote ausgewiesenen
Kaimauer in der Nähe des Stadtzentrums festmachen (kein Service).

An der Schleuse Wipfeld erleben wir was Neues: Erst wird ein technischer Defekt gemeldet,dann werden wir erstmals gemeinsam mit zwei anderen Sportbooten geschleust. Marina Wipfeld (km 316,70 RU), im oberen Wehrarm der Schleuse sehr ruhig gelegen, wird als Außenstelle des 1.Motoryachtclubs Nürnberg betrieben
(Wasser, Strom, sehr ordentliche Sanitäranlagen).

Als Enttäuschung aber entpuppt sich unser Fußmarsch ins Dorf.Obwohl Samstagabend,wirkt der Flecken wie ausgestorben. Dazu passt, dass die beiden Bäcker im Ort am Sonntag früh geschlossen sind. Also keine  Sonntagsbrötchen zum Frühstück.

Auf Nordkurs geht es Schweinfurt entgegen und damit dem Ende der östlichen Mainschleife, die als „Weindreieck“ das Zentrum des fränkischen Weinlandes darstellt. Freunden des Bocksbeutels sei verraten, dass der Fränkische Weinbauverband seit fünf Jahren die zehn „Besten der Besten“ Tropfen mit der Auszeichnung „Best of Gold“ ehrt. (www.frankenweinaktuell.de).

In einem ruhigen Altarm bei Garstadt (km 322,50 RU) hat der Schweinfurter Yacht- und Wassersportclub sein
Domizil.Eine schöne Anlage für Boote bis maximal 12 m Länge, die sicher einen Zwischenstopp wert ist. Für uns
bleibt es bei einer Fotorunde. Die Stadt Schweinfurt macht vor, was in anderen Kommunen unmöglich scheint: Im Oberwasser der Schleuse Schweinfurt können Sportboote an der Gutermann-Promenade stadtnah auf rund 250 m Länge festmachen.

Davon sollte sich beispielsweise Würzburg mal eine Scheibe abschneiden. Oberhalb von Schweinfurt, in  Schonungen, beeindruckt die Silhouette von Schloss Mainberg,das vollständig in Weinberge eingebettet ist. Die schönste Perspektive des Tages. Güterschiff „Gau“ zieht uns schnell durch die Schleusen Ottendorf,Knetzgau
und Limbach.

Im geräumigen Altarm Eltmann-West (km 369,7 LU) finden wir einen ruhigen Gastliegeplatz beim Yachtclub Eltmann (Wasser, Strom, Sanitär).Die Stadt liegt auf der anderen Seite des Altarms, den man umlaufen muss, um dorthin zu kommen. Das macht dann rund einen Kilometer bis ins Zentrum. Deshalb ist es erfreulich, dass es auf der Stadtseite des Altarms, gegenüber der Clubanlage, einen kurzen Sportbootsteg gibt, von dem aus das Stadtzentrum nah und eine Straßentankstelle noch näher ist: rund 50 m.

Eine gute Gelegenheit, per Kanister nachzubunkern. Mit der fränkischen Weinseligkeit ist es in Eltmann übrigens restlos vorbei. Fuünf Brauereien bei nur knapp 6000 Einwohnerm machen Eltmann zur „Bierstadt am Main“.Dies wird bei den „Eltmanner Biertagen“ am letzten Juli-Wochenende zünftig gefeiert. Viereth ist die letzte Main-Schleuse. 150 m sind wir jetzt seit der Main-Mündung nach oben geklettert. Bevor der Fluss kurz unterhalb von Bamberg in den Main-Donau-Kanal übergeht, bietet er noch einmal drei Sportboothäfen, von denen vor allem die gepflegte Anlage der Marina Trosdorf einen Zwischenstopp wert ist.

Allerdings liegt man hier knapp einen Kilometer von den nächsten Versorgungsmöglichkeiten und gut sechs
Kilometer von Bamberg entfernt. Und wer jetzt von einem Anleger im Zentrum der sehenswerten Stadt des
Rauchbiers träumt, muss sich darauf einstellen, dass die Schöne an Regnitz und Main-Donau-Kanal zu jenen
Kommunen gehört, die sich für Tourenskipper noch nicht geöffnet haben.

 

Main-Donau-Kanal Teil 2

 

Bamberg – Linz: schöne Häfen, nette Leute lecker essen. Sie könnte so schön sein, die zweite Etappe unseres Törns in die ungarische Hauptstadt

Aber zumindest bis Passau bleibt es wie schon am Main: Viele der alten Städte mit ihren Sehenswürdigkeiten machen es Bootsfahrern schwer, ihre Reize zu entdecken. Wenn es denn überhaupt einen Hafen oder eine Liegestelle gibt, liegen sie oft fernab der historischen Zentren.

Bamberg: Im Mündungsbereich des linken Regnitzarms (der rechte bildet den Main-Donau-Kanal) hat der MBC Regnitz-Main sein Domizil. Gästen steht ein 20 m langer Feststeg zur Verfügung. Gut 2 km Fußmarsch sind es von hier bis zur Altstadt von Bamberg mit dem idyllischen Fischerviertel „Klein Venedig“ und dem „Alten  Rathaus“, das farbenfroh zwischen den Bögen der „Oberen Brücke“ mitten in der Regnitz steht. Ein weiter, aber lohnender Weg, denn nicht wenigen gilt Bamberg gar als schönste Stadt Deutschlands.

Gäbe es eine Sportboot-Liegestelle am Main-Donau-Kanal, etwa in Höhe der Kettenbrücke, wäre der Wasserwanderer diesem Weltkulturerbe ganz nah. Oder wissen die Bamberger gar nicht, dass der Kanal so dicht an ihren Schätzen vorbeiführt? Die Schleuse Bamberg lässt uns eine Stunde warten. Ein Talfahrer hatte Vorrang. Vorgeschmack auf das Schleusen­regime am MDK? Tendenziell schon, denn so glatt wie am Main geht es hier nicht mehr zu. Oberhalb der Schleuse herrscht Stille: Zwei Berufsschiffe und eine Motoryacht sind bis Forchheim die einzigen Begegnungen des Tages. Das hoch liegende Kanalbett bietet zwar einen Blick in die tiefer liegende Umgebung, aber dort ist nichts von Bedeutung zu sehen.

Im Yachtclub Forchheim empfängt uns der urige „Hafensheriff“ Horst Brandel nicht mit einem „Colt im Gürtel“, aber doch mit einer Axt über der Schulter: Auf der weit­räumigen Campingwiese des Yachtclubs gibt es immer etwas zu tun. Der Hafen liegt in einem Altwasser der Regnitz vor der alten Regnitzbrücke (Wasser, Strom, Duschen, WC). Gut zehn Minuten läuft man bis ins Zentrum der Stadt, dem Eingangstor zur Fränkischen Schweiz. Einst karolingische Kaiserpfalz und später wichtigs­te Festung des Bistums Bamberg, verzaubert die Altstadt noch heute mit prächtigen Fachwerkbauten, darunter das Alte Rathaus. Fränkische Lebensart wird in den „Forchheimer Kellern“ (zünftige Gaststätten, meist mit Biergarten) bei einem kühlen Bier und deftiger fränkischer Brotzeit zelebriert. Das darf man sich nicht entgehen lassen!

„Morgenstund’ hat Gold im Mund“. Nicht im Hafen von Forchheim! Um 5.30 Uhr schickt ein vorbeifahrendes Motorschiff derartige Wellen in den Yachthafen, dass die längsseits am Steg vertäute „Troll“ ein paarmal mächtig seitlich aufsetzt und unser Geschirr vom Vorabend krachend auf dem Cockpitboden landet. Noch gut 40 km schippern wir auf dem zweitältesten Teilstück des Main-Donau-Kanals. Die Schleusen Hausen und Erlangen ärgern uns mit mächtigem Druck des an der Kammerwand einströmenden Was­sers. Selbst zu zweit ist das Boot nur mit Mühe zu halten. Jetzt verstehe ich, warum es im Törnführer „Gewässerkarte Main, Main-Donau-Kanal“ heißt: „Beim Schleusen zu Berg den starken Wassereinlauf keinesfalls unterschätzen.“

Im Hafen des 1. MYC Nürnberg werden wir von Hafenmeister Gottfried Leonhard aufs Freundlichste empfangen. Und während ich an diesem Text schreibe, erfahre ich aus Nürnberg, dass Gottfried Leonhard am 16. Oktober seinem Herzleiden erlegen ist. Er wird uns mit seiner unermüd­lichen Hilfsbereitschaft unvergessen bleiben. Den Nürnbergern wünschen wir, dass sie für Gottfried einen würdigen Nachfolger finden mögen. Weiter Weg in die City Der Hafen des MYC liegt am südwestlichen Stadtrand gut 5 km vom Zentrum entfernt. Mit dem Bus 69 fährt man vom Südwestpark, (600 m vom Hafen) bis zum Gustav-Adolf-Platz und von dort mit der U 3 in die City.

Es ist schwül, als wir das gastliche Nürnberg verlassen. Gemeinsam mit MS „Bavaria 80“ geht es durch die Schleusen Nürnberg, Eibach und Leerstetten. Eibach ist die erste Schleuse des erst 1992 eröffneten Kanalabschnitts von Nürnberg bis Kelheim. Von hier bis Dietfurt haben die Schleusen acht Schwimmpoller, die an der östlichen Kammerwand (in Bergfahrt Richtung Donau an Backbord) verteilt sind. Prob­lem: Wenn vorausfahrende Berufsschifffahrt nach „hinten“ nicht genug Platz lässt, kommt man an keinen Schwimmpoller ran. Da der einlaufend erste Poller  rund 20 m vom Untertor entfernt ist, liegt er oft schon im Heckbereich des Motorschiffs und ist damit für ein Sportboot tabu. Dann bleibt nur die Leiter oder ein Nischenpoller auf der Steuerbordseite der Kammer.

Während wir in der Schleuse Leerstetten die gewaltige Hubhöhe von 24,67 m nach oben gehen, entlädt sich die Schwüle in einem Gewitter. Mit Folgen: Als wir uns eine Stunde später per Funk an der Schleuse Eckersmühlen anmelden, verkündet der Schleusenwärter: „Wir hatten Blitzeinschlag. das Untertor lässt sich nicht bewegen.“ Die Reparatur dauert 3 1/2 Stunden, die wir bei apokalyptischem Regen im Boot absitzen. Dann geht’s zum zweiten Mal 24,67 m in die Höhe.Der dritte Betonklotz dieses Ausmaßes ist die Schleuse Hilpoltstein. Und nun passiert uns genau das, was ich vorher beschrieben habe: Vorausfahrende Berufsschifffahrt blockiert alle Schwimmpoller, und wir machen an einer Leiter auf der Steuerbordseite mit zwei Schleusenhaken plus Tampen fest.

Das Wasser schießt mit derartiger Wucht an der Kammerwand hoch, dass wir „Troll“ auch zu zweit nicht halten können und einen Schleusenha-ken samt Festmacher aufgeben müssen. An der Leitersprosse hängend, verschwindet er in den Fluten. Es gelingt uns, den zweiten Haken loszumachen und den Motor anzuschmeißen. Unter Motor halte ich „Troll“ auf engem Raum vom Untertor und dem vor uns liegenden Motorschiff frei. Schon erstaunlich, dass der Schleusenwärter unser brenz­liges Manöver unkommentiert lässt. Hat er es am Ende nicht einmal bemerkt?

Dass die Scheitelhaltung erreicht ist und wir wenig später die Granitskulptur passieren, die die europäische Wasserscheide markiert, nehmen wir in unserer Erschöpfung kaum noch wahr. Wie gut, dass Bachhausen unsere erste Talschleusung ist und uns nicht mehr fordert. In stockdunkler Nacht und todmüde machen wir am Gästesteg des Berchinger Yachtclubs fest. Was für eine grausige Tagesetappe: 12 1/2 Stunden für 55 km und fünf Schleusen. Da tut die propere Sanitäranlage im Clubhaus des Berchinger Yachtclubs am nächsten Morgen so richtig gut.

Sogar die Sonne lugt hervor, als wir uns auf den Weg ins diesmal nicht ganz so ferne Städtchen (rund
1 km) machen. Das „Kleinod des Mittelalters“ ist von einer sehr gut erhaltenen Altstadtmauer mit vier Toren und neun Türmen umgeben, die man unbedingt gesehen haben muss. Praktisch: Ein Edeka-Supermarkt und ein Bäcker sind nur 300 m vom Hafen entfernt. Aber auch an diesem Tag läuft nicht alles rund. Bei der Anmeldung an der Schleuse Berching sagt der Schleusenwärter: „Hinter MS Mira könnt ihr dann einlaufen.“ Nach
45 Minuten läuft „Mira“ an uns vorbei Richtung Schleuse. In gehörigem Abstand zum Schraubenwasser von „Mira“ nehmen wir Kurs auf die Schleuse, als plötzlich, wenige Meter vor uns, das Obertor aus dem Wasser kommt: stopp und volle Fahrt rückwärts!

Mit hohem Adrenalinspiegel greife ich zur Funke und brülle: „Wir sind doch angemeldet und sollten hinter ,Mira‘ einlaufen!“„Ach ja, in fünf Minuten könnt ihr einfahren.“ Das Tor fährt komplett hoch, dann wieder runter, und wir laufen ein. Was für ein Sch...gefühl, wenn ein Schleusenwärter so brutal pennt! Ein kühles Bad im Kanal
Ein Unglück kommt selten ­allein: Im Unterwasser der Schleuse kriegt „Troll“ plötzlich Schüttelfrost und rumpelt wie ein Derwisch. Wir haben uns was eingefangen. Ich steige ins kühle Nass und schneide ein mächtiges „Getüdel von Tampen“ aus dem Propeller. Nun habe ich auch mal im Main-Donau-Kanal gebadet.

Entschädigt werden wir beim Mittagsstopp in Beilngries: Im Hafen des Motor Yachtclub Altmühltal genießen wir auf der Terrasse der clubeigenen Gaststätte „Zum Hafen“ Oberpfälzer Lamm und frischen fränkischen (oder auch Oberpfälzer?) Spargel. Von Beilngries bis hi­nunter nach Kelheim zeigt der Main-Donau-Kanal bei sonnigem Wetter seine ganze Schönheit. Die Narben, die man dem prächtigen Altmühltal beim Bau des Kanals zugefügt hat, scheinen restlos verheilt. Auf dieser Strecke hat man das Gefühl, auf einem natürlichen Fluss zu fahren.
Um die in gewundenem Beamtendeutsch verfassten Bedienungsanleitungen der Sportbootschleusen  Riedenburg und Kelheim (Kammergröße 20 m x 4 m) zu verstehen, sollte man ein paar Jahre Verwaltungs­erfahrung mitbringen.

Der Schleusengang ist jedenfalls einfacher, als die Anleitung vermuten lässt. Knapp 5 km unterhalb der Schleuse Kelheim mündet der Main-Donau-Kanal nach 171 km in die Donau, deren muntere Strömung sofort spürbar wird: Statt 12 km/h zeigt unser GPS jetzt knapp 17 km/h über Grund. Die Donau schenkt uns also gut 4 km pro Stunde! Nach 1,5 km endet die heutige „Donauetappe“ im Hafen der Marine Center Donau GmbH in Saal. Umfassender Boots- und Motorenser­vice, 80-t-Kran, Bootszubehör sowie eine Tankstelle mit Diesel und Benzin (übrigens der einzigen an der deutschen Donau!) ­prädestinieren diesen Hafen für ­einen letzten technischen Schliff des Bootes vor der großen Donaufahrt.

Im ita­lienischen Ristorante „Da Raffaele“, das mit Terrasse im ers­ten Stock des Hafengebäudes residiert, ist der Name allerdings klangvoller als das, was aus der Küche kommt. Gerade mal zehn Minuten rauschen wir am nächsten Vormittag zu Tal, als ein Sportboot mit verrecktem Motor in der Donau vor Anker liegt. Wir nehmen „Jenny 2“ auf den Haken und schleppen sie in den Sportboothafen Donautal in Kapfelberg. So haben wir diese schöne Anlage des MBC Kelheim wenigstens auch gesehen. Die Sportbootschleuse Bad Abbach  (Kammergröße 20 m x 4 m) ist rasch überwunden, und auch in Regensburg geht’s durch die Sportbootschleuse, die in den Donau-Südarm führt.

Hier auf der Insel zwischen Süd- und Nordarm der Donau gibt es drei Steganlagen. Wir machen am Steg des
1. MWSC Regensburg fest, weil diese Anlage der Donaubrücke „Eiserner Steg“ – und damit dem direkten Weg in die Altstadt – am nächsten ist. Außerdem hat man von hier einen beeindruckenden Blick auf die großartige Kulisse von Regensburg. Weniger schön ist, dass der Club keine Sanitäranlagen hat, aber für den Liegeplatz inklusive Wasser und Strom 16 Euro für unser 8-m-Bötchen kassiert. Ganz schön happig. Nur wenige Schritte oberhalb vom Clubsteg gibt es am Schopperplatz und in der Badstraße (führt zum Eisernen Steg) ein paar nette Restaurants. Mit „Hagens Auberge“ (Badstraße 54) entscheiden wir uns für die gehobene Preisklasse und werden nicht enttäuscht.

Abschied von Regensburg: Mit Schmackes schießt die „Troll“ durch die Steinerne Brücke, an der die Bogenfundamente den Fluss verengen und dadurch den ohnehin kräftigen Strom zusätzlich beschleunigen. Zu Berg hätte „Troll“ hier wohl nicht die Spur einer Chance. Vorbei an der Walhalla, der monumentalen Gedenkstätte deutscher Persönlichkeiten in einem deplatziert wirkenden Nachbau des Pantheons, und dem „kleinsten Weinanbaugebiet Deutschlands“, das östlich von Regensburg zwischen Tegernheim und Wörth an der Donau am rechten Flussufer liegt, geht es dem 55 Flusskilometer und zwei Schleusen entfernten Straubing entgegen.

Eine Stadt, die ich schon immer gern sehen wollte. Ärgerlich nur, dass es nicht die Spur einer Liegestelle für Sportboote gibt. Dafür aber im Wehrarm zu Berg, knapp unterhalb der Schlossbrücke und damit dicht am Zentrum, einen Winterhafen des WSA. lso rufe ich die Außenstelle des WSA Regensburg in Straubing an und frage ganz vorsichtig, „ob eventuell … auch für die Nacht … würden uns doch so gern Straubing anschauen.“
Kaum ausgesprochen sagt der freundliche Herr Ammann: „Genehmigung wurde soeben erteilt.“ Also liegen wir sehr exotisch an der Spundwand des WSA-Hafens, bekommen von einem Mitarbeiter sogar den Zugang zum Stromkasten  und einen Schlüssel für den Zugang zum Hafen. Und das alles nur knapp zehn Minuten Fußweg vom Straubinger Stadtzentrum entfernt, in absoluter Ruhe.

Im Zentrum gibt es jede Menge Gaststätten, Bäcker, Metzger und Klamottenläden, aber ein Supermarkt? Fehlanzeige! „Ja“, sagt eine ältere Dame, „der letzte Supermarkt im Zentrum ist nun auch weg. Jetzt liegt alles außerhalb.“ Obwohl sie Angst hat, fremde Männer mitzunehmen, fährt sie uns mit ihrem Auto in ein Gewerbegebiet mit Real-Markt, Lidl, Getränkemarkt usw. Wir decken uns ein und nehmen ein Taxi zurück zum Hafen.


Das schöne Straubing mit seinen so freundlichen Menschen, prächtigen Bürgerhäusern rund um den Stadtplatz, dem markanten Stadtturm und den gemütlichen Gasthäusern rundherum wird man nicht so schnell vergessen. Fehlt nur noch der Sportboot­hafen.

2 1/2 Stunden brauchen wir für die 37 km lange schleusenfreie Fahrt von Straubing bis Deggendorf. Also ist die Donau hier etwas träger geworden und strömt nur mit knapp 3 km/h. Mittagspause im Schutzhafen Deggendorf. Hier sind vier Clubs beheimatet. Wir legen beim Niederbayerischen Motoryachtclub Landshut an. Aber nicht, weil es die letzte Steganlage im Schutzhafen ist, sondern weil dort, weithin sichtbar, die „Gelbe Welle“ steht.

Erfreulich, dass dieser wassertouristische Wegweiser auch in Niederbayern angekommen ist! Dass „die Leut’ in Hofkirchen besonders nette Leut’“ seien, hatten wir schon am Steg in Regensburg gehört. In dem kleinen Hafen machen wir am Mittelsteg vor der „Donauperle“, dem prächtigen Clubschiff, fest. (Wasser und Strom am Steg, Sanitär im Clubschiff, 6,3-t-Kran). Auf der Terrasse der „Donauperle“ mit herrlichem Blick über den Hafen fühlen wir uns rasch wohl. Bayerische Gemütlichkeit bei köstlichen Speisen erleben wir am Abend im Biergarten des „Gasthofs Buchner“ (450 m).

8 km unterhalb von Hofkirchen passieren wir Vilshofen. Zumindest in wassertouristischer Hinsicht ist diese sehenswerte Stadt in der „Erlebnisregion Donautal“ nicht „Am Fluss der Zeit“, wie es so schön in der  Tourismuswerbung heißt. Die Stadt hat zwar einen sehr aktiven Bootssportverein, aber absolut keine  Liegemöglichkeit. So klagt der BSV auf seiner Homepage: „Anlagen irgendwelcher Art, die dem Wassersport dienlich sind und fördern könnten, dürfen nicht errichtet werden. So ist nur ein Ankern für unsere Boote vor dem Grundstück möglich.

Deshalb ist es für den BSV sehr schwierig, befreundete Bootsfahrer, die über den Wasserweg anreisen,  aufzunehmen.“ Die BSVler hoffen,dass die geplante Hafenanlage der Stadt Vilshofen eine Genehmigung erhält
und in welcher Form auch immer zur Ausführung kommt. Dass die Donau ungemütlich werden kann, erleben wir zwischen Vilshofen und Passau. Ostwind mit 5 bis 6 Beaufort (Wind gegen Strom) fabriziert eine so steile Welle, dass wir sogar die Skylights schließen müssen, um nicht mit Donauwasser geduscht zu werden. Bei diesen Verhältnissen ist es am Gäste-Außensteg des MYC Passau recht ungemütlich, und wir sind sehr froh, dass uns die Passauer trotz unserer 8 m in das eigentlich auf 7 m begrenzte Hafenbecken bugsieren lassen.

Hier können Skipper und Crews die Seele baumeln lassen: Wasser, Strom, Sanitär, 4-t-Kran, sehr schönes Clubhaus mit Terrasse, Pool,Spielgeräte.In die gut sechs Kilometer entfernte Stadt, die man natürlich gesehen haben muss, gibt es einen Bus. Die Schleuse Kachlet passieren wir allein! Dann können wir Passaus prächtige Kulisse vom Wasser aus genießen.

Kurz unterhalb von Passau, bei Donau-km 2223, wird die Donau Grenzfluss: Wir setzen die österreichische  Gastlandflagge. Brotzeit in Obernzell,dem letzten deutschen Donauhafen.Die Mitglieder des  Donauwassersportvereins laden uns zu „Radi“ mit Tomaten und Brot ein. Der erste Sportboothafen am österreichischen Ufer, der weiträumige Hafen von Kasten (Donau-km 2208,4 RU) ist erstaunlich leer. Unterhalb der Schleuse Jochenstein, der letzten deutschen, gehört der Fluss nur noch zu Österreich und zeigt sich, in grüne Hügel sanft eingebettet, gleich besonders prächtig.

So geht es dem ersten absoluten Landschafts- und Wassersport-Highlight entgegen: der Schlögener Schlinge
und der Marina Schlögen. In der ersten der zwei gewaltigen Donauschleifen liegt die Marina, durch einen  schmalen Damm perfekt vor den Turbulenzen des Donaustroms geschützt. Nimmt man Lage,Ausstattung
und Serviceangebot zusammen, ist dieser Hafen die absolute Nummer 1 auf der Strecke bis Budapest.Hier fehlt
es an nichts,weder für das leibliche, noch für das Wohl des Bootes.

Da ist es fast schon selbstverständlich, dass es hier auch eine Bootstankstelle (Benzin, Diesel) gibt. Aber auch einen Swimmingpool, gute Gastronomie, einen Minimarkt und frische Brötchen am Morgen. Kein Wunder also,dass ein kompletter Steg dieser Marina fest in deutscher, genauer gesagt, bayerischer Hand ist. Natürlich wird „Troll“ bei der Fotorunde im Hafen erkannt: „Hier könnt ihr festmachen.“

Und schon sind wir drin im sommerlichen Leben auf Steg „D“ wie „Deutschland“ und erleben hautnah, wie deutsche Crews hier die österreichische Donau in vollen Zügen genießen: „Wenn ich auf der bayerischen Donau fahren müsste, wäre ich gar nicht auf dem Wasser“, sagt Anselm.Die Runde nickt zustimmend. Den Unterschied muss man „erfahren“: Mittagspause im Gasthaus „Gierlinger“ in Obermühl.

Die Boote am hauseigenen Steg in der Muühlmündung. Zehn Stromkilometer zu Tal: Anker- und Badepause in der Mündung der „Großen Mühl“. Was für ein schönes Donaustück, für das einige von Steg „D“ sogar schon Kroatien aufgegeben haben.


An der ersten österreichischen Donauschleuse, Aschach, lernen wir etwas Neues: Geschleust wird nur, wenn die
am Schleusengang beteiligten Crew-Mitglieder Schwimmwesten angelegt haben. Das wird peinlich genau  überwacht. Wenn jemand die Weste vergessen hat, kommt prompt die Lautsprecheransage: „Bitte legen Sie Ihre Schwimmweste an, sonst geht es nicht weiter.“

Unsere Tagesetappe endet in Oberlandshaag, im Hafen des MYC Kachlet (Donau-km 2159,8 LU). Am lang gestreckten Gästesteg machen wir fest (Wasser + Strom), Duschen und WC im Clubhaus. Über die mächtige Donaubrücke erreicht man den sehenswerten Ausflugsort Aschach. Zum Abendessen kehren wir im Gasthaus „Fischerhof“ ein,der auf unserer Donauseite ein wenig oberhalb der Brücke liegt und sehr zu empfehlen ist.

Die letzten 30 der nicht mehr ganz so spektakulären Donaukilometer der zweiten Etappe führen uns nach Linz. Dort haben wir beim Motoryachtclub Nibelungen (Donau-km 2131,9 LU) „Troll“ für einen längeren Zwischenstopp angemeldet. Die Steganlage im Winterhafen liegt wenig attraktiv zwischen Stadtrand und Industriegebiet. Es gibt Wasser und Strom am nach außen verschlossenen Steg und in einem Bauwagen Duschen und WC.
Ins attraktive Stadtzentrum sind es rund 2,5 km.


 

WAS SKIPPER WISSEN MÜSSEN

Kilometrierung Der Main-­Donau-Kanal ist vom Abzweig aus dem Main bei Main-km 384 beginnend mit MDK-km 0,0 Richtung Donau kilometriert. Er mündet mit km 170,80 in die Donau, die hier Donau-km 2411,45 aufweist. Die Donau ist von der Mündung ins Schwarze Meer (km 0,00) zu Berg kilometriert.

Fahrrinnentiefe Main-Donau-Kanal mindestens 2,50 m; Do­­nau­-wasserstandsabhängig, bei Niedrigwasser im frei fließenden Fluss zwischen Straubing und Vilshofen min­destens 2,00 m. Durchfahrtshöhe Main-Donau-Kanal: geringste Durchfahrtshöhe bei höchstem Schifffahrtswasserstand (HSW) an der Kettenbrücke Bamberg 5,33 m; Donau: geringste Durchfahrtshöhe bei höchstem Schifffahrtswasserstand (HSW) Eisenbahnbrücke Deggendorf 4,40 m.

Strömung Die Fließgeschwindigkeit der Donau liegt je nach Abschnitt und Wasserstand zwischen 2 und 15 km/h.

Fahrgeschwindigkeit Die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf dem Main-Donau-Kanal bei ­einem Tiefgang von weniger als 1,30 m beträgt 13 km/h; ab 1,30 m Tiefgang 11 km/h. Donau keine Beschränkung.


Fahrtgenehmigung Laut Do­nau­schiff­fahrtspolizeiver­ord­nung ist für Sportboote, die die Donau unterhalb Österreichs befahren wollen, eine Fahrtgenehmigung erforderlich. Dieses kostenlose Papier wird vom WSA Regensburg, ­Erlanger Str. 1, ausgestellt. www.wsa-regensburg.wsv.de

Tanken Donau: Marine Center Donau in Saal (km 2410,0 RU). Diesel, Benzin. Vom 1. April bis 31. Oktober Montag bis Freitag 8 bis 12 und 13 bis 17 Uhr, Sa und So 10 bis 17 Uhr. Telefon 09441-68 86 60.
Marina Schlögen (km 2188,0 RU). Diesel, Benzin. 1. April bis 31. Oktober täglich 8.30 bis 12 Uhr und
14 bis 17 Uhr. Telefon 0043-7279-87 22 oder -82 41.


Main-Donau-Kanal

Reiseteil Dreil: Zwischen Linz und Budapest ziehen uns faszinierende Landschaften, große Kultur und tolle Begegnungen endgültig in den Bann der Donau.

Wer hinter dem „Linzer Bermuda-Dreieck“ einen nautisch mysteriösen Donauabschnitt vermutet, liegt falsch. Tatsächlich geht es um die Kultur- und „Beiselszene“ der Stadt, die sich zwischen Hauptplatz und Schlossberg ballt, und die man sich nicht entgehen lassen darf. Und so wirbt die diesjährige Kulturhauptstadt Europas zu Recht mit einem Leporello für die „Linzer Nachtmeile“, der „City-Szene nach 22 Uhr“.

Vom Linzer Winterhafen, wo wir am Steg des MYC Nibelungen für einen zweiwöchigen  Zwischenstopp einen sicheren Gastliegeplatz fanden, bietet sich entlang der Donau ein 2,5 km langer Fußmarsch bis zum Hauptplatz an, der mit ­seinen Barock- und Rokoko­fassaden zu den schönsten Plätzen Mitteleuropas zählt. 

Die Schleusen Abwinden und Wallsee meistern wir fast ohne Wartezeit gemeinsam mit einem Schubverband und lernen wieder etwas Neues: Alle Schleusen an der österreichischen Donau haben jeweils zwei nebenein­anderliegende Kammern. Pro Kammer gibt es vier Schwimmpoller, die sich jeweils an den Außenwänden der Kammern, also nicht an der Trennwand zwischen beiden Kammern, befinden. Ausnahmen: die Schleuse Aschach hat drei, die Schleuse Persenbeug keine Schwimmpoller. An den Schwimmpollern ist das Schleusen einfach, wenn man beachtet, dass der Poller sich erst in Bewegung setzt, wenn das Wasser schon rund einen Meter abgesenkt ist. Wer den Festmachertampen zu früh am Boot belegt, rutscht, ohne Kontakt zum Wasser, an der Kammerwand nach unten.

Die ohnehin nicht verbindlichen Richtzeiten für Sporbootschleusungen an den neun österreichischen Schleusen waren in der Praxis ohne Bedeutung. Nur einmal warteten wir nach Anmeldung per Funk (rund 20 Minuten vor Ankunft an der Schleuse) länger als eine halbe Stunde. Die Schleusenwärter scheinen sich wirklich als Dienstleister zu verstehen: Die Kommunikation ist stets freundlich, die Ansagen sind hilfreich. Vielleicht liegt’s auch daran, dass „via donau“, die Österreichische Wasserstraßen-GmbH, ein Privatdienstleister und kein Staats­unternehmen ist. Erfahrene österreichische Donauskipper jedenfalls berichten, dass seit 2005, dem Gründungsjahr von „via donau“, das Schleusenre­gime für Sportbootfahrer deutlich an Qualität gewonnen hat.

Die Selbsteinschätzung im Internet ist ja auch nicht unbescheiden: „via donau – Europas mo­dernste Wasserstraßengesellschaft“ (www.via-donau .org). Absolut ruhiges Liegen verspricht der Donau-Altarm unterhalb der Schleuse Wallsee. Hier kann an den Steganlagen kurz vor der Brücke links (Steyrer Yachtclub) und rechts (Motoryacht- und Wasserskiclub Wallsee) festgemacht werden. Von Wirbeln und Strudeln
Unser Tagesziel ist Grein im Strudengau. Der Name Strudengau bezeichnet das enger werdende Donautal zwischen Ardagger Markt und Ybbs und verweist auf einen Donauabschnitt, der wegen gefährlicher Wirbel und Strudel von den Donauschiffern einst sehr gefürchtet wurde. Damit ist es dank Sprengungen und Rückstau an der Schleuse Ybbs-Persenbeug längst vorbei, aber die Strömung des Flusses ist immer noch munter, die Landschaft von besonders wilder Schönheit.

Der Schutzhafen Grein mit den Sportbootstegen liegt knapp oberhalb der Stadt und bietet einen erhabenen Blick auf Schloss Greinburg und die Stadtpfarrkirche. Beim Bootsverein Turul, im hinteren Teil des Schutzhafens, finden wir ­einen schönen Gastliegeplatz (Wasser und Strom). Für die Sanitäranlagen im Clubhaus bekommen wir einen Code. Und einen leckeren Grünen Veltliner zur Begrüßung gibt es auch: schon mal ein Vorgeschmack auf die Wachau.

Grein ist ein kleines, ungemein sympathisches Städtchen, dessen Charme man sich nur schwer entziehen kann. Auf der zum Stadtplatz offenen Terrasse der „Greiner Bürgerstuben“, schlemmt es sich nicht nur gut und heimisch, man hat auch sehenswerte Nachbarschaft: Das Rathaus mit dem ältesten erhaltenen Theater Oberösterreichs – ein Rokoko-Prunkstück aus dem Jahre 1791 – liegt gleich nebenan, und der Kirchturm von St. Ägidius schaut von oben zu. Da muss Schloss Greinburg mit seinem „steinernen Theater“, dem prächtigen Arkadenhof und dem „Oberösterreichischen Schifffahrtsmuseum“ bis zum nächsten Tag warten.

Unterhalb der Schleuse Ybbs-Persenbeug wird die Donau wieder etwas breiter und damit auch behäbiger als im Strudengau. Bei Marbach ist das Fluss­bett gut 300 m breit. Der in das Marbacher Freizeitzentrum integrierte Sportboothafen bietet besten Service. Die Hafenkneipe „Zur alten Fähre“ ist ein beliebter Skippertreff. Hoch über Marbach thront auf dem Taferl­berg weithin sichtbar die Wallfahrtsbasilika Maria Taferl.

In der Schleuse Melk verlassen wir den Nibelungengau und erreichen die Wachau. Was für ein herrlicher Landstrich! Den Auftakt macht Melk mit seinem alles überragenden Stift, dessen barocke Fassade für den Talfahrer lange Zeit über der Schleuse Melk zu schweben scheint. Geht das Untertor der Schleuse auf, ist das gewaltige Gebäude zum Greifen nah.

Beste Lage für den Besuch des Stifts haben die Pontons der Donau Schiffsstationen GmbH (www.donaustationen.at). Von den insgesamt sieben Pontons vor Melk (davon zwei im Altarm), dürfen die am Strom liegenden Pontons Nr. 31 (km 2036,12 RU) und Nr. 8 (km 2035,85 RU) von Sportbooten ohne Voranmeldung benutzt werden. Man zahlt 1,50 Euro pro Stunde am Tag und 7,50 Euro pro Nacht in eine Metallbox. Vom Ponton bis zum Stift läuft man etwa 15 Minuten.

Sollten die Plätze der „Do­naustationen“ belegt sein, bleibt nur ein Gastplatz im Sportboothafen von Emmersdorf (km 2037,2 LU). Der Weg zum Stift ist dann allerdings weit: Zehn Minuten bis zur Busstation und dann noch
15 Minuten Busfahrt.

Vier Kilometer unterhalb von Melk der nächste Hingucker: Schloss Schönbühel, das auf schroffem Fels markant aus der hier nur noch gut 200 m breiten Donau ragt. Im Fluss zwei betonnte Felsen dicht neben dem Fahrwasser. Der Wasserabriss an der Tonne macht uns sichtbar, dass die Donau hier richtig Speed hat: 8 bis 10 km/h Strom messen wir in der Wachau zwischen Melk und Krems.

34 Kilometer Wachau, 34 Donaukilometer, die es in sich haben! Nicht nur wegen der Strömung. Die Donau führt hier durch eine  faszinierend schöne Landschaft, gespickt mit Burgen, Schlössern und Ruinen, herrlichen Dörfern und Städten und stets begleitet von Weinbergen und Obstplantagen, die viel zum Ruf der Wa­chau beigetragen haben: Ein Wachauer Marillenbrand ist ­eine Köstlichkeit, und am ­„Pfeffer“ des Grünen Veltliner kommt man ebenso wenig vorbei wie an der fruchtigen Frische der Wachauer Rieslinge. Da muss man sich beim „Heurigen“ durch­probieren, vom „Federspiel“ bis zum „Smaragd“. Und wo könnte mandas besser als im Zentrum
des Wachauer Weinanbaus ­zwischen Spitz, Wösendorf, Joching und Weißenkirchen?

Der kleine Sportboothafen des WSC Spitz (km 2018,2 LU) ist unsere erste „Verkostungsstation“ (Wasser, Strom, sehr schöne Sanitäranlagen im Clubhaus). Gut zehn Minuten geht man vom Hafen ins Dorf. Und irgendwo ist immer „ausgesteckt“, und man probiert sich durch die „Heurigen“. Wenn man dann beim Heurigen auch noch einen Winzer aus der Nachbargemeinde Wösendorf kennenlernt, ist der abendliche Autotransfer vom Hafen nach Wösendorf ge­sichert und eine weitere Ver­kostung auf dem Weingut auch.

Dass Wösendorf mit dem ­„Florianihof“ ein exqui­sites Res­taurant mit „verfeinerter ­regionaler Küche und „Weine der besten Winzer der Wachau“ zu bieten hat, ist dann nur noch das i-Tüpfelchen (www.florianihof-wachau.at).
Dichter an Wösendorf liegt man im Sportboothafen Jo-ching, und so ist unsere nächs­te „Tagesetappe“ eigentlich nur ein Verholmanöver: 4 km von Spitz nach Joching, wo wir beim WSC Weißenkirchen zu Gast sind. Der Landgang gilt zunächst dem wunderschönen Weißenkirchen, wo wir vor dem Heurigen hoch in die Weinberge steigen und den herrlichen Blick über den Ort in das Donautal genießen.

Das nette Gutshof-Restaurant „Prandtauer Hof“ des Weinguts Holzapfel in Weißenkirchen- Joching (www.holzapfel.at) ­lässt uns das Füllhorn der Wachau aus Küche und Keller ein weiteres Mal kosten.
In Dürnstein gibt die Wachau nochmals  Vollgas: Hoch über der Donau die Burg­ruine Dürnstein, darunter, zwischen Hang und Donauufer eingepresst, die Stadt, dominiert vom hellblauen Kirchturm des barocken Augustinerstiftes. Man kann sich kaum satt sehen. Bootstouristen können vor Dürnstein am sehr ­unruhigen Ponton 22 der ­Donaustationen festmachen (km 2008,02 LU) oder auf der anderen Donauseite am kurzen Gaststeg im Bootshafen Rossatzbach (km 2008,1 RU). Von hier geht eine Fähre nach Dürnstein.

Aber die Wachau wird nicht müde, noch ein letztes Highlight zu präsentieren: die ­Doppelstadt Krems-Stein. Im geräumigen Sportboothafen bieten der Motor Yacht Club Wachau und der Wassersportverein Krems  Gastliegeplätze mit Wasser, Strom und Sanitär. Von hier sind es rund 15 Minuten Fußweg zur sehenswerten Altstadt mit ihren engen Gassen und historischen Gebäuden. Als „mittelalterliche Märchenstadt“ gilt sie vielen und wurde im Jahr 2000 gemeinsam mit der Wachau zum UNESCO- Weltkulturerbe gekürt. Was heißt: Wer andernorts in der Wachau nicht schon zu viel Zeit gelassen hat, sollte auch in Krems Station machen.

„Als wollte sie sich und dem Reisenden nach den vielen kulturhistorischen Windungen der Wachau eine Ruhepause gönnen, weitet sich das Tal der ­Donau im Tullner Becken zu einer Auenlandschaft mit nur wenigen kleinen Ortschaften ...“, heißt es im Dumont Reise­taschenbuch „Donau“. Zu Deutsch: Die Donau wird breit, träge und auch optisch ein wenig langweilig. Das beginnt unmittelbar unterhalb von Krems. Die Strömung ist auf maximal 3 bis 4 km/h reduziert, und zu sehen gibt es viel Wasser und sattes Ufergrün – sonst nichts.
An der Schleuse Altenwörth (Donau-km 1980,4) müssen wir 30 Minuten auf ein Motorschiff und einen gewaltigen Schubverband warten, bevor wir einlaufen dürfen.

Aber es gibt keinen Festmacher mehr für uns. Ich rufe den Schleusenwärter per Funk: „Wo sollen wir denn festmachen?“ „Geht am Schuber (‚Meister 3‘) längsseits.“ Gesagt, getan. Beim Auslaufen lassen wir uns im Längsseits-Schlepp vom Schuber bis in den unteren Vorhafen bug–sieren, bevor wir hart Steuerbord Reißaus vor seinem Schraubenwasser nehmen. Das heißeste Manöver des Tages.

Wir müssen Lebensmittel bunkern, und Tulln erscheint uns dafür der richtige Ort. Also machen wir am Gaststeg des Yachthafens fest (Donau-km 1962,5 LU). Vom Yachthafen bis zum Hauptplatz läuft man rund 20 Minuten. Bepackt kehren wir zum Boot zurück. Besonders attraktiv erscheint uns Tulln nicht, aber vielleicht sind wir in der Wachau auch zu sehr verwöhnt worden.Von Tulln bis Wien ändert sich das Antlitz der Donau kaum: immer noch breit, immer noch behäbig, immer noch wenig spektakulär

Die Schleuse Greifenstein unterbricht die Monotonie der Fahrt ebenso wie kurze Fotorunden in den Yachthäfen Muckendorf (km 1955,6 RU), Greifenstein (km 1951,4 RU), Korneuburg (km1943,0 LU) und Donau-Raststätte Kahlenbergerdorf (km 1935,3). Unser Ziel aber ist die Marina Wien (Donau-km 1926,5), in der wir nach dem Tanken am Gaststeg festmachen. Eine perfekte Anlage mit tollem Service, aber einem entschiedenen „Webfehler“: Vom Gästesteg im Westbecken bis zu den Sanitäranlagen im Hafengebäude sind es sage und schreibe 850 m! Man muss nämlich das Hafenbecken komplett umrunden, um dorthin zu gelangen. Im Hafengebäude befindet sich auch die Rezeption, ein Nautic-Shop und das außergewöhnlich gute Restaurant! Topqualität zu zivilen Preisen. Das wissen auch die Wiener, und man ist gut beraten, rechtzeitig einen Tisch zu bestellen.

Bei der Anmeldung von Boot und Crew gibt es in der Rezeption eine Info-Mappe, die Antwort auf alle wichtigen Fragen gibt: Verbindung ins Zentrum von Wien, Supermarkt, Bäcker usw. – perfekt gemacht! In einigen Donauberichten ist zu lesen, Marina Wien sei völlig überteuert. Wir zahlten für „Troll“ 18 Euro inklusive Wasser, Strom und Duschen. Damit ist Marina Wien zwar teurer als die meisten Club­häfen an der österreichischen Donau (10 bis 15 Euro), aber dafür ist die Anlage auch in einem hervorragenden Zustand, was nicht für alle Häfen  zutrifft.


Dass Wien als europäische Kulturmetropole ersten Ranges jede Menge Zeit verschlingen kann, muss hier wohl nicht weiter erläutert werden. Wien – Bratislava: 61 Donaukilometer und eine Schleuse – Freudenau. Die lässt uns eine halbe Stunde warten, bevor es dann neben einem Schuber nach unten geht. An den Schwimmpoller kommen wir wegen der Leichter nicht ran. Aber es geht auch an der hintersten Leiter ohne Probleme abwärts.
Unterhalb der Schleuse Freudenau nimmt die Donau wieder richtig Fahrt auf. Zwischen 8 und 10 km/h Strom lassen uns mit mehr als 20 km/h über Grund auf die österreichisch-slowakische Grenze „zurasen“. Es geht vorbei an endlosen ­Donau-Auen. Richtig spannend ist das nicht!

Wir passieren Hainburg, die östlichste Stadt Österreichs, und haben wenig später den slowakischen Devin-Felsen vor uns, auf dem eine Burgruine thront.  Am Fuß des Devin-Felsens mündet die March in die Donau, die ab hier für die nächs­ten sieben Kilometer Grenzfluss zwischen Österreich und der Slowakei ist. Seit dem Beitritt der Slowakei zum Schengener Abkommen im Dezember 2007 sind Grenzkontrollen endgültig „Schnee von gestern“. Wir tauschen die österreichische gegen die slowakische Gastlandflagge.

Bei Donau-km 1873 wird die Donau komplett slowakisch, und wir sind bereits am Stadtrand von Bratislava. Wenig später genießen wir den erhabenen Blick auf die Burg, die ma­jestätisch hoch über der Donau liegt. Ein Blickfang ist auch die moderne Donaubrücke mit dem „UFO-Restaurant“ in der Spitze des Brückenpfeilers.

Kurz darauf machen wir bei einer Donau-Institution fest: „Milan’s Treff“, ein Yacht-Ponton in einem Hafenbecken am südöstlichen Stadtrand von Bratislava (Zufahrt Donau-km 1864,8 LU). Auf dem Ponton ein Haus mit Restaurant und einfachen Sanitäreinrichtungen, davor Fingerstege für die Boote mit Wasser und Strom. Nicht der Ponton macht das Besondere, sondern seine Betreiber: Milan Bokol und seine Frau Lydia sind bezaubernde Gastgeber, bekochen am Abend  die anwesenden Crews. Die sind auf dem Ponton längst dicht zusammengerückt und spüren, dass es die Donau ist, die sie hier zusammengeführt hat, und deren Bann sie sich nicht mehr entziehen können.


Wir lernen András aus Köln kennen, einen Deutschen ungarischer Herkunft, der mit seinem 8-m-Segelboot „Jonathan“ allein auf dem Weg nach Istanbul ist, ebenso wie Skipper Wolfgang und Bootsmann Toni aus Frankfurt mit ihrer 14-m-Segelyacht „Trear“. Und das bayerische Paar Erna und Gerhard, das schon zum wiederholten Mal den Bootsurlaub an und auf Milan’s Ponton verbringt.

Am nächsten Morgen drückt uns Milan 900 slowakische Kronen (rund 30 Euro) in die Hand: „Braucht ihr für Taxi und falls ihr in der Stadt was kaufen wollt. Rechnen wir später ab.“ Wenn Milan das Taxi ruft, kos­tet es bis ins Zentrum 300 Kronen (etwa 10 Euro). Es ist sinnvoll, mit demselben Fahrer auch die Rückfahrt klarzumachen!  Ein Tagesbummel durch die wunderschöne Altstadt von Bratislava ist ein absolutes Muss! Die ganze Pracht der österreich-ungarischen Monarchie ist hier kunstvoll auf kleins­tem Raum versammelt.

Gemeinsam mit „Jonathan“ und „Trear“ nehmen wir den Stausee von Gabcikovo in Angriff, der 10 km unterhalb von Bratislava beginnt, und von dem die reinsten Horrorgeschichten zu lesen sind. Sicher ist, dass es auf dem rund 10 km langen Stausee und dem an­schließenden Schleusenkanal, der sich von anfangs 800 m Breite Richtung Schleuse Gabcikovo auf 500 m Breite verjüngt, bei westlichen Winden sehr ruppig werden kann.

ist durch Steinaufschüttungen „betonnt“, die auf der Spitze Lichtzeichen tragen. Im südlichen Teil des Stausees ragen abgestorbene Baumstämme wie Gerippe bizarr aus dem Wasser: Endzeitstimmung! Bei der Schleuse Gabcikovo melden wir uns in deutscher Sprache an: „Wenn ihr schnell macht, wäre das gut“, antwortet der Schleusenwärter in einwandfreiem Deutsch. Wir beeilen uns, denn in der Schleuse wartet schon das im Linienverkehr zwischen Wien und Budapest verkehrende Tragflügelboot. Ob man in Deutschland wohl auch gut zehn Minuten auf drei Sportboote warten würde, wenn eine nach Fahrplan fahrende Schnellfähre schleusen will? Wohl kaum!

Acht Kilometer im langweiligen Schleusenkanal im Unterwasser, dann hat uns die „wahre Donau“ wieder. Und schön ist sie jetzt, mit ihren weißen Stränden und Sandbänken vor nicht enden wollenden grünen Au-Ufern, ganz ursprüngliche Fluss­landschaft und Grenzfluss zwischen Ungarn und der Slowakei.

Ein langer Fahrtag, denn zwischen Bratislava und Komárno liegen 100 km ohne jeden Hafen. Komárno liegt am slowakischen Donauufer, Komárom gegenüber, am ungarischen. Wir laufen in den Industriehafen von Komárno ein (Donau-km 1767,2 LU), denn an dessen äußerstem Ende befindet sich am Südufer gegenüber einer großen Werft ein solider und recht neuer Schwimmsteg mit einem gastlichen Hafenhäus­chen: Die „Miro Marina“. Wasser, Strom, Duschen, WC sind im Liegegeld von 400 slowakischen Kronen (rund 13 Euro) inbegriffen.

Am Abend zaubert uns die Truppe von Miro, ein freundlicher Bursche übrigens, Fischsuppe und anschließend Bratfisch. Inklusive „Rizling“ aus der Slowakei zahlen wir gut 20 Euro für Essen und Trinken. Ein Supermarkt ist rund 600 m vom Hafen entfernt. Zum Ortszentrum ist es uns zu weit.

Abschied von Miro: 50 Donaukilometer von Komárno nach Esztergom liegen vor uns. Das Bild der Donau ändert
sich gegenüber dem Vortag zunächst nicht. Aber voraus, am östlichen Horizont, werden Hügel sichtbar, die ersten, seit wir die Wachau in Krems verlassen haben. Bei Donau-km 1753 erscheinen die ersten sanften Erhebungen am rechten, also ungarischen Donauufer neben uns. Erinnern die Hügel an die Wachau? Nicht wirklich, denn es fehlt der Wein. Dafür aber hat die Donau hier perlweiße Strände, die man in der Wachau vergeblich sucht. Dann die Kuppel der Basilika von Esztergom voraus. Wir steuern den kleinen „Yacht­hafen“ von Esztergom an. Tatsächlich ist es ein rund 150 m langer Steg in der schmalen Mündung der Kis-Duna (Kleine Donau).

Ein ruhiges Plätzchen quasi unterhalb der Basilika und nur wenige hundert Meter vom Zentrum derStadt entfernt. SY „Trear“ passt hier nicht rein und muss draußen im Strom ankern. Für Wasser, Strom und Duschen zahlen wir bei Hafenbetreiber Attila 4500 Forint (damals 18 Euro).Nicht billig,aber Attilas Hilfsbereitschaft rund um die drei Boote samt ihren Crews und deren Wünschen ist allemal mehr wert! Am Abend genießen wir in einem typisch ungarischen Gasthaus (Knoblauch- und Paprikagebinde über der  Eingangstür!) die Dolmetscherkünste von András.

Ein kräftiger West-Nordwest schiebt uns dem Donauknie bei Schwimmsteg in einem Hafenbecken,
das tief in die Hajógyári-Insel schneidet. Der Service ist gut: Tankstelle mit allen Kraftstoffarten,dort
auch Trinkwasser, Strom am Steg, Sanitärcontainer, Clubschiff mit Terrasse und Restaurant, Waschmaschine, Kran, Werkstatt. Die Gebühren sind hoch (wie in Szentendre), und man liegt laut: Im vorderen Teil wegen des Verkehrslärms (Straßenbahn!), der von der Arpád-Brücke quasi direkt ins Boot fällt, im hinteren Teil wegen
einer Disco, die nicht nur am Wochenende bis in die frühen Morgenstunden die Bässe übers Wasser dröhnen
lässt.

Vielleicht ist es deshalb gut,dass die Wiking Marina voraussichtlich 2010 vom jetzigen Standort verlegt und rund drei Kilometer weiter stromauf (km 1654,8 LU) neu entstehen wird. Doch das ist Zukunftsmusik. Noch fährt man  von der Station Arpád Hid, die 800 m vom Hafen entfernt ist,mit der Vorortbahn in die City, wo man am Bathyány-Ter (Ter = Platz) in die legendäre Budapester U-Bahn umsteigen kann. Und wenn man dann zum
ersten Mal das ungarische Parlament am Donauufer sieht, wird einem bewusst, dass man nach Wien die zweite große europäische Kulturmetropole dieser Etappe erreicht hat.

Und auch diese großartige Stadt braucht Zeit – viel Zeit sogar, selbst wenn man nur das Wichtigste gesehen  haben will. wir in strömendem Regen. Das nahe „Künstlerstädtchen“ ist völlig ausgestorben.Leere Gassen, leere Restaurants davon jede Menge) und die barocke Altstadt in tristem Grau:Dekadenz mit Charme.Wie das wohl bei trockenem Wetter aussieht? Am nächsten Morgen können wir unsere Neugier befriedigen.


Was für ein Schock! In jedem zweiten Haus wird Airport-Art und zweifelhaftes Kunsthandwerk vor die Türen  geschoben, und die ersten Busse haben ihre altersschwächelnden Touristen auf die „Künstlerstadt“ losgelassen.
Statt Barockfassaden auf Puszta getrimmte Folklore. Schnell weg aus diesem Trubel. Im Hafenbüro des Wiking-
Yachtclub Szentendre die nächste Überraschung: Unsere Liegegebühren bewegen sich auf neuem Rekordniveau: 5700 HUF (23 Euro), kostet hier die Übernachtung mit einem 8-m- Boot. Dafür gibt es zwar Strom am Steg, aber nur eine einzige Trinkwasserzapfstelle am Ponton mit dem Hafenhäuschen.

Die letzten 20 km unseres Törns: 10 auf dem Nebenarm und 10 auf der sich an der Stadtgrenze von Budapest wieder vereinigenden Donau. Unmittelbar unterhalb der Arpád Hid (Hid = Brücke) geht es hart steuerbords in die Wiking Marina Budapest (km 1651,4 RU): ein über 400 m langer Viségrad entgegen, wo die Donau von ihrem Ost- auf Südkurs wechselt.Wo sie sich aber auch in den östlichen Hauptund den etwas westlicher verlaufenden
Nebenarm,die Szentendre-Donau, spaltet.

Unsere Flottille löst sich auf: „Jonathan“ und „Trear“ folgen dem Hauptarm,wir dem verlockenden Ruf des „hübschen Künstlerstädtchens“ Szentendre, das diesem Nebenarm den Namen gab. Ein sehr uriges Gewässer,
nicht kilometriert, aber hinreichend betonnt. Den Steg des Wiking-Yachtclub Szentendre (Szentendrei-Duna km 10,5 RU) erreichen.

WAS SKIPPER WISSEN MÜSSEN

Tanken km 2112,00 RU Enns Industriehafen.

Bunkerservice Rutjes. Diesel + Super. 1.4. bis 31.10. täglich 8 bis 19 Uhr. Telefon: 0043-650-55 44 722.  km 2082,70 RU Ardagger Freizeithafen. Diesel + Super. 1.4. bis 31.10. täglich durchgehend. Telefonische Anmeldung erbeten. Telefon: 0043- 664-41 37 931.

km 2004,00 LU Stein. Elektro Hoch Krems. Diesel + Super. 1.5. bis 31.10. Mo bis Fr 17 bis 18 Uhr; Sa, So, feiertags 10 bis 12 und 16 bis 18 Uhr. ­Telefon: 0043-2732-83 183.

km 1962,20 RU Tulln Yachthafen. Benzin + Super. 1.4. bis 31.10. Mo bis Fr 8 bis 12 und 13 bis 18 Uhr; Sa und So 8 bis 19 Uhr. 0043-2272-62 656. 1951,30 RU Wördern, Yachtclub Donau. Diesel + Super. Öffnungszeiten auf Anfrage. Tel.: 0043-2242-32 524.

1935,30 RU Wien-Kuchelau, Donau-Raststätte Kahlenberger Dorf. Diesel + Super. 1.4. bis 30.4. und 1.10. bis 31.10 tägl. 8 bis 12 und 13 bis 18 Uhr; 1.5. bis 30.9. tägl. 8 bis 12 und 13 bis 19 Uhr. Telefon: 0043-1-37 01 658.

km 1926,30 RU Wien, Marina. Diesel, Benzin, Super. 1.4. bis 31.10. täglich 9 bis 19 Uhr. Telefon: 0043-1- 72 60 762.

km 1864,8 LU Bratislava, Milan’s Treff. Milan Bokol ist bei der Kraftstoffversorgung per Kanis­ter behilflich. km 1651,40 RU Budapest, Wiking Marina. Diesel + Super. Öffnungszeiten auf Anfrage

 

 

 

 

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